Starke Aufträge, höhere Ausschüttung, neue Technik — und trotzdem ein schwacher Aktienkurs. Bei RENK prallen operative Fortschritte und Börsenstimmung hart aufeinander. Das macht die Aktie derzeit besonders erklärungsbedürftig.
Die Aktie schloss am Donnerstag bei 45,10 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 7,96 Prozent, seit Jahresanfang sind es 18,27 Prozent. Der Abstand zum Jahreshoch bei 88,73 Euro beträgt damit fast die Hälfte.
Höhere Dividende braucht HV-Zustimmung
Der Vorstand will die Aktionäre stärker am Ergebnis beteiligen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vorgeschlagen, was einem Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Hauptversammlung am 10. Juni 2026 soll darüber abstimmen.
Wichtig ist die Einordnung: Es handelt sich um einen Vorschlag, nicht um eine bereits beschlossene Ausschüttung. Die virtuelle Hauptversammlung entscheidet auch über die formalen Punkte rund um die Stimmrechte. Das Grundkapital ist in 100 Millionen Stückaktien eingeteilt.
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Neues Getriebe für Radpanzer
Operativ erweitert RENK den Marktansatz. Mit dem ESM 280 zielt der Konzern auf gepanzerte Radfahrzeuge, ein Segment, das im Zuge steigender Verteidigungsausgaben stärker in den Blick rückt. Das Getriebe ist für mittlere und schwere militärische Plattformen mit bis zu 620 kW Leistung ausgelegt.
Der technische Ansatz ist klar: RENK überträgt Know-how aus Kampfpanzern auf Radfahrzeuge. Das kompakte Design soll den Einbau in bestehende Plattformen erleichtern, ohne größere strukturelle Eingriffe. Die angestrebte Nutzungsdauer liegt bei bis zu 40 Jahren.
Auf der Eurosatory in Paris soll das System Mitte Juni präsentiert werden. Damit rückt RENK seine Produktpipeline kurz nach der Hauptversammlung in ein internationales Branchenumfeld.
Auftragslage bleibt der zentrale Stützpfeiler
Der Jahresauftakt liefert dem Unternehmen Rückenwind. Im ersten Quartal meldete RENK einen Auftragseingang von 582,3 Millionen Euro. Das lag 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert.
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Auch die Ergebnisqualität zog an. Der Umsatz stieg auf 283,6 Millionen Euro, das bereinigte EBIT erreichte 42,4 Millionen Euro. Die bereinigte Marge verbesserte sich auf 15 Prozent.
Hinzu kommt ein Bundeswehr-Auftrag im Puma-Programm. RENK soll 188 Getriebe für das Antriebssystem des Schützenpanzers liefern. Die Auslieferung ist ab Juni 2027 bis voraussichtlich November 2030 geplant.
Trotz des Kursdrucks hält das Management an der Jahresprognose fest. Erwartet werden weiter mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Mehr als 90 Prozent des geplanten Jahresumsatzes sind bereits durch Aufträge und Rahmenvereinbarungen unterlegt.
Für Kontinuität an der Spitze ist ebenfalls gesorgt: Der Vertrag von CEO Dr. Alexander Sagel wurde vorzeitig bis Ende März 2032 verlängert. Der nächste konkrete Prüfstein ist nun die Hauptversammlung am 10. Juni, gefolgt vom Auftritt des ESM 280 auf der Eurosatory.
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