Der Augsburger Antriebsspezialist Renk Group präsentiert sich heute auf dem International Investment Forum — und das Timing könnte kaum kontrastreicher sein. Die Auftragsbücher sind so voll wie nie, der Kurs ist im vergangenen Monat um rund 17 Prozent eingebrochen.
Operative Stärke, schwacher Kurs
Im ersten Quartal 2026 erzielte Renk einen Auftragseingang von 582 Millionen Euro — der höchste je in einem ersten Quartal. Der Gesamtauftragsbestand liegt bei rund 6,9 Milliarden Euro. Mehr als 90 Prozent des für 2026 geplanten Umsatzes sind bereits durch bestehende Aufträge abgesichert.
An der Börse kommt das bislang kaum an. Die Aktie notiert aktuell bei 45,41 Euro und damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 43,91 Euro. Gegenüber dem Oktober-Hoch hat das Papier fast die Hälfte seines Werts verloren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Renk?
Die Schwäche ist nicht allein hausgemacht. Im Mai 2026 gerieten mehrere europäische Rüstungswerte unter Druck. Gewinnmitnahmen nach einer langen Aufwärtsphase und gedämpfte Erwartungen an das Tempo weiterer Budgetaufstockungen dürften eine Rolle spielen.
Prognose bestätigt, Ziele hochgesteckt
Trotz des Kursdrucks hält Renk an seiner Jahresprognose fest. Der Umsatz soll 2026 die Marke von 1,5 Milliarden Euro überschreiten. Das bereinigte EBIT peilt das Unternehmen auf 255 bis 285 Millionen Euro an.
Mittelfristig sind die Ambitionen deutlich größer. Bis 2030 will das Management den Umsatz auf 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro steigern. Der Anteil des Verteidigungsgeschäfts soll von derzeit rund 74 Prozent auf etwa 90 Prozent klettern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Renk?
Personelles und Hauptversammlung
Kurz vor dem heutigen Auftritt verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag von CEO Dr. Alexander Sagel um fünf Jahre bis 2032. Ein klares Signal für Kontinuität.
Am 10. Juni folgt die virtuelle Hauptversammlung. Dort soll Dr. Klaus Richter als neuer Aufsichtsratsvorsitzender gewählt werden — als Nachfolger von Claus von Hermann, der auf eigenen Wunsch ausscheidet. Zur Abstimmung steht außerdem eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Das wären rund 38 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das IIF bietet dem Management heute die Gelegenheit, den Abstand zwischen operativer Realität und Börsenstimmung direkt vor einem internationalen Investorenpublikum zu adressieren. Gelingt das überzeugend, könnte die Hauptversammlung am 10. Juni zum nächsten Katalysator werden.
Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Renk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


