Weiterhin außergewöhnlich schwach zeigt sich jetzt die Aktie von RENK. Am gestrigen Abend ist die Aktie wieder unter die Räder geraten. So musste das Papier an der Börse München einen Abschlag von 1,42 % hinnehmen und erreichte ein Kursniveau von 41,36 Euro. Nun ging es um weitere gut 4 % abwärts, die Aktie kämpft mit der Untergrenze von 40 Euro. Das ist effektiv eine große Enttäuschung.

RENK: Das Comeback wird noch schwieriger

Damit ist die Aktie im laufenden Jahr bereits um über 22,3 % nach unten gekippt. Es geht in Schüben abwärts, wie sich im Chartbild zeigen lässt. Seit Anfang des Jahres ist das Muster fast durchgehend: Die Aktie steigt zunächst einmal, fällt dann unter die vorhergehenden Tiefs, klettert anschließend wieder, bleibt allerdings unterhalb der vorhergehenden Tops und fällt schließlich wieder unter die jüngsten Tiefs. Insofern schiebt sich die Aktie entlang immer tieferer Tiefpunkte abwärts. Das ist aus Sicht von technischen Analysten und Chartanalysten ein Indikator dafür, dass zumindest ein deutlicher Abwärtstrend besteht.

Dies ist keine Garantie für die Zukunft, zeigt allerdings, dass die Aktionäre extrem vorsichtig geworden sind. Das lässt sich durch das Nachrichtenumfeld von RENK nicht bestätigen oder begründen. Es gab auch in den vergangenen Tagen keine entscheidenden Nachrichten. Es gibt eher Nachrichten über RENK. Goldman Sachs hat seine Kaufempfehlung sogar bekräftigt. Das Unternehmen ist nach Meinung von Goldman Sachs 65 Euro wert. Analysten gehen insgesamt im Mittel sogar davon aus, dass die Aktie auf über 66 Euro klettern könnte. Analysten verweisen stets darauf, dass der Auftragsbestand auf Rekordniveau ist. Sie haben die Risiken an den Rüstungsmärkten offenbar etwas weniger gravierend eingeschätzt. Hier geht es meist um die Refinanzierungskosten für den Kapazitätsausbau.

Analysten haben hier offensichtlich weder bei RENK noch bei anderen Rüstungsunternehmen größere Bedenken. Die Kursziele sprechen eindeutig dafür.