RENK gewinnt langsam etwas an Traktion. Die Notierungen des Rüstungsunternehmens sind gerade am Freitag besonders stark gestiegen. 5,55 % Aufschlag brachten der Aktie einen Kurs in Höhe von 38,21 Euro. Am Montag ist bis dato ein kleiner Abschlag von -0,6 % zu verzeichnen, der an der Gemengelage indes wenig ändert. Die Notierungen befinden sich mit einem RSI 130 von 0,83 immer noch im Abwärtstrend. Es fehlen circa 15 %, um hier technisch auch die Analysten zu überzeugen.

Auf der anderen Seite hat die Aktie binnen Wochenfrist 12,3 % dazugewonnen und liegt inzwischen mit 38,21 Euro nur noch knapp unterhalb der wichtigen 40-Euro-Marke.

Noch ist nicht viel gewonnen

Allerdings bedeutet dies aus charttechnischer Sicht nur, dass bis dato der Crash vermieden wurde. Jetzt geht es darum, den nächsten Aufwärtstrend wieder einzuläuten. Die Aktie sollte dafür mindestens 45 Euro erreichen. Technische Analysten sind tatsächlich der Meinung, dass die Aktie auf 50 Euro klettern muss. Analysten, die sich mit der wirtschaftlichen Situation befassen, verweisen indes auf den 5. November. Da werden die nächsten Zahlen für RENK bekannt gegeben. Es geht dann um das dritte Quartal.

RENK insgesamt hat im laufenden Jahr noch nicht einmal enttäuscht. Das Auftragsvolumen ist auf einen Rekordstand gestiegen. Der Umsatz wird bei circa 1,54 Milliarden Euro erwartet. Das Nettoergebnis soll 135 Millionen Euro erreichen. Damit ist RENK im Grunde genommen auf einem guten Weg. Das KGV wird bei 26,8 gesehen. Auch das ist eine Bewertung, die ausgesprochen akzeptabel ist. Insoweit ist bei RENK wirtschaftlich betrachtet alles in Ordnung.

Der Trend war teilweise so schwach geworden, dass die Märkte bereits anfingen, die Aktie aufzugeben. Wirtschaftlich orientierte Analysten sind wie beschrieben der Meinung, dass die Aktie noch deutlich mehr wert sei. Es kann also jetzt vielleicht die Wende eingetreten sein. Analysten sind inzwischen für die gesamte Rüstungsindustrie wieder etwas zuversichtlicher, zumal RENK auch einen Tag zuvor den Vertrag mit KNDS über die Lieferung von Leopard-2-Getrieben verlängern konnte.

Hier geht es um ein Auftragsvolumen in Höhe von 130 Millionen Euro, was durchaus bemerkenswert ist.