Renk beendete den Freitag bei 41,74 Euro und verlor 2,54 %. Damit blieb die Aktie in ihrem seit Wochen laufenden Abwärtstrend. Der Kurs liegt rund 19 % unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Zwischen 40,50 und 44,00 Euro verläuft derzeit eine wichtige Haltezone. Darunter folgt ein technischer Bereich zwischen 32,10 und 33,60 Euro, auf der Oberseite liegt bei etwa 52 Euro eine größere Hürde, vor allem aus Sicht der sonstigen technischen Analysten.
Die Aktie hat ein Potenzial von 58 %!
Deutlich höher fallen die Erwartungen der Analysten aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 66 Euro. Vom Freitagsschluss aus entspricht das einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von etwa 58 %.
Operativ hält Renk an seinen Zielen für 2026 fest. Der Vorstand erwartet weiterhin mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Am oberen Ende der Spanne entspräche das einer bereinigten EBIT-Marge von rund 19 %. Im zweiten Quartal erzielte der Getriebehersteller mehr als 353 Millionen Euro Umsatz. Der Gewinn je Aktie sank auf 0,15 Euro. Eine Anpassung der Jahresprognose nahm das Management nach diesen Zahlen nicht vor.
Auch die Ausschüttung soll steigen. Vorgesehen sind künftig 0,72 Euro je Aktie. Auf Basis des Freitagsschlusses ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von rund 1,7 %. Für weiteres Geschäft mit militärischen Fahrzeugen erweitert Renk seine Fertigung in Rheine. Dort sollen zusätzliche Komponenten für moderne Waffensysteme produziert werden. Nachfrage nach Spezialgetrieben kann sowohl durch neue Fahrzeugprogramme als auch durch die Modernisierung bestehender Flotten entstehen. Bis aus höheren Verteidigungshaushalten Serienaufträge für die Werke werden, müssen allerdings Beschaffungsprogramme festgelegt, Produktionslose vergeben und Liefertermine vereinbart werden. Für den Ausbau eigener Kapazitäten spielen zudem die Finanzierungskosten eine Rolle, da höhere Zinsen Investitionen verteuern.
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