Renk bleibt an der Börse deutlich hinter den Erwartungen vieler Analysten zurück. Am Montag aber schloss die Aktie bei 34,76 Euro und gewann zwar 2,20 %, doch der übergeordnete Abwärtstrend ist damit nicht beendet. Mehrere Analysten sehen den Wert weiterhin bei über 70 Euro, im Durchschnitt liegen die Kursziele bei mehr als 63 Euro.
RENK: Bald ist es so weit!
Am 5. November kommen die Zahlen zum dritten Quartal. Der Markt erwartet derzeit rund 366 Millionen Euro Umsatz und 63 Millionen Euro operatives Ergebnis. Das entspräche einer Marge von 17,2 %. Für das Gesamtjahr hat Renk mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Konzern strebt dabei die obere Hälfte der Spanne an.
Die operative Entwicklung steht damit vor einem wichtigen Abgleich mit den Börsenerwartungen. Im ersten Halbjahr war der Auftragseingang um 29,7 % auf knapp 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Der Auftragsbestand lag bei 7,4 Milliarden Euro. Das hohe Volumen muss allerdings erst über die vorhandenen und geplanten Produktionskapazitäten abgearbeitet werden.
Dabei wirkt das Zinsumfeld zusätzlich auf die Branche. Höhere Finanzierungskosten können umfangreiche staatliche Beschaffungsprogramme verteuern und zugleich den Ausbau der Fertigung erschweren. Bei Renk kam im zweiten Quartal ein negativer Free Cashflow hinzu, unter anderem wegen des Aufbaus von Vorräten.
Die Börse bewertet diese Perspektive derzeit wesentlich zurückhaltender als die Analysten. Das zeigt auch der Abstand zum früheren Kursniveau. Das 1-Jahres-Hoch liegt bei mehr als 90 Euro, während Renk aktuell bei gut 37 Euro notiert. Die Quartalszahlen am 5. November liefern nun neue Daten dazu, ob Umsatz und Ergebnis tatsächlich mit den langfristigen Erwartungen Schritt halten.
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