Einen weiteren Verlust verbuchte auch am Mittwoch die Aktie von RENK. Es ging zwar nur minimal abwärts. Aber der herrschende Abwärtstrend bleibt ohne neue Nachrichten heikel. Die Marke von 40 Euro ist glatter unterkreuzt als gedacht, die Akte kommt auf einen Kurs von 38,48.

Damit ist die Aktie deutlicher unter die wichtigen Trendmarken gerutscht als bislang angenommen. Es fehlt noch sehr viel, um den GD100 und den GD200 wieder zu erreichen. Circa 52 Euro müsste die RENK-Aktie erreichen, um hier wieder einen echten Aufwärtstrend zu markieren.

Allerdings ist immerhin zuletzt ein Kursgewinn am Freitag sehr auffällig gewesen. Hier war mit einiger Sicherheit eine Neueinschätzung von Goldman Sachs entscheidend. Das Unternehmen wird von Goldman Sachs nicht mehr mit „Neutral“ eingestuft, sondern mit „Kaufen“. Damit ging auch einher, dass das Kursziel auf 65 Euro gesetzt wurde.

Das trägt alles noch nicht

Da sich die Aktie allerdings immer noch in einem Abwärtstrend befindet, bleiben an den Börsen zumindest Zweifel, ob dieses Kursziel nicht zu hoch angesetzt ist. Analysten insgesamt gehen davon aus, dass die Notierungen auf rund 66 Euro klettern können.

Hintergrund der positiven Einschätzung ist insgesamt das Auftragsvolumen, das im ersten Halbjahr erreicht worden war. Das Unternehmen hatte einen Rekordauftragsbestand. Zudem ist der erwartete Gewinn je Aktie für das laufende Jahr inzwischen mit 1,72 Euro taxiert. Das gilt als hoch. Im nächsten Jahr soll der erwartete Gewinn sogar auf 2,17 Euro steigen.

Insofern bleiben Analysten hier offensichtlich sehr zuversichtlich. Goldman Sachs hat ein wichtiges Zeichen gesetzt. Die Börsen müssten nun hinterherziehen. Sie machen es indes noch immer nicht. Die hohen Zinsen sind derzeit eine eminente Belastung für die RENK wie auch für andere Unternehmen der Branche wie die Rheinmetall.