Die Talfahrt bei den Rüstungstiteln hält unvermindert an, wobei die Aktie des Getriebespezialisten Renk besonders stark unter Druck steht. Seit dem Rekordhoch im vergangenen Oktober hat sich der Börsenwert des MDAX-Konzerns mehr als halbiert. Für neue Unruhe unter den Anlegern sorgte am Donnerstag eine kritische Studie der Bank of America, die den Kursverlust erneut anheizte und das Papier ans Ende der Kursliste drückte.
Bank of America streicht Kaufempfehlung
Analyst David Holmes bezweifelt in seiner jüngsten Sektoranalyse, dass Renk das hohe Niveau in der Getriebeproduktion auf Dauer halten kann. Zwar bleibe das margenstarke Servicegeschäft ein verlässlicher Anker, doch das langfristige Bewertungspotenzial sei vorerst begrenzt. Nach Einschätzung des Experten entscheidet in der Verteidigungsindustrie weniger kurzfristiges Spitzenwachstum als vielmehr verlässliche Beständigkeit über die künftige Börsenbewertung. Da es genau an dieser Kontinuität mangle, stufte die Bank das Papier von „Buy“ auf „Neutral“ zurück und kappte das Kursziel drastisch von 62,50 auf 42,50 Euro.
Technologiewandel setzt Renk unter Druck
Zusätzlich belasten strukturelle Sorgen das Sentiment. Die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen im Iran verdeutlichen eine Verschiebung der Kriegsführung hin zu Drohnen, Raketen und moderner Flugabwehr. Dies schürt Zweifel, ob das auf klassische Land- und Kettenfahrzeuge ausgerichtete Produktportfolio von Renk langfristig im gleichen Maße gefragt bleibt.
Quartalszahlen als Belastungsprobe
Nun liegt die Hoffnung auf den kommenden Finanzdaten für das dritte Quartal, die der Augsburger Konzern am 5. November vorlegen wird. Der Markt kalkuliert aktuell mit einem Quartalsumsatz von 366 Millionen Euro sowie einem operativen Ergebnis von 63 Millionen Euro, was einer Marge von 17,2 % entspräche. Für das Gesamtjahr strebt das Management weiterhin Erlöse von über 1,5 Milliarden Euro an und peilt beim bereinigten EBIT die obere Hälfte der Zielspanne von 255 bis 285 Millionen Euro an. Um das verloren gegangene Anlegervertrauen zurückzugewinnen, muss Renk diese ambitionierten Vorgaben punktgenau liefern.
Stand heute, 2. Oktober: Renk Group – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Renk Group investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 2. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

