Renk kann fast zur Mitte der Woche auf eine etwas bessere Stimmung verweisen. 0,22 % sicherten die Aktie nun ab. Sie kommt mit 36,91 Euro in die aktuelle Phase. Das entspricht einem klaren Abwärtstrend, allerdings hält sich das Niveau zumindest.

Zur Einordnung: Die Notierungen müssten auf 44,23 Euro klettern, um die 100-Tage-Linie zu erreichen. Damit wäre dann aus technischer Sicht der Schritt hinein in einen Aufwärtstrend möglich. Chartanalysten verweisen darauf, dass die Aktie eher in Richtung 45 Euro klettern müsste, um eine nachhaltige Trendwende zu schaffen.

Einerlei: Die Notierungen sind innerhalb von fünf Tagen nur noch um 1,5 % gesunken, was die Abwärtsfahrt deutlich abbremst. Die Aktie ist sogar etwas stärker als Rheinmetall, das am Dienstag deutlich abgegeben hat. Das bedeutet, das Unternehmen selbst hat hier ein eigenes Zeichen gesetzt und wird nicht nur wegen der stärkeren Entwicklung der Rüstungsindustrie mehr geschätzt.

Renk: Diese Zahlen werden wichtig

Am 5. November wird das Unternehmen seine Ergebnisse zum dritten Quartal präsentieren. Analysten scheinen sich inzwischen damit zu arrangieren, dass das Unternehmen zwar eine vergleichsweise schlechte Stimmung an den Börsen ausgelöst hat, dass aber die wirtschaftlichen Zahlen gut sein werden.

Renk hat zwischenzeitlich immer wieder wissen lassen, dass die Unternehmensziele im laufenden Jahr erfüllt werden. Die Aktie selbst ist allerdings seit dem 1. Januar um 31,5 % gesunken.

Insofern ist die Präsentation der Quartalszahlen am 5. November eine erneute Gelegenheit, die wirkliche Stärke von Renk zu unterstreichen. Die Rahmenbedingungen werden inzwischen etwas besser, und zwar in dem Sinne, dass deutlich wird, dass zumindest die Sorge vor einem Ende der Rüstungsproduktion offensichtlich politisch nicht nachvollziehbar ist.

Zwar gibt es immer wieder Friedensgespräche oder Andeutungen von Friedensgesprächen, zum Beispiel mit Blick auf die Ukraine. Allerdings wird hier inzwischen offensichtlich auch anerkannt, dass erstens ein Frieden nicht so leicht und einfach herbeizuführen ist und zweitens vor allem auch danach immer noch Verteidigungsstrategien benötigt werden, um die dann vermutete Vereinbarung in Richtung Osten auch durchzusetzen.