Renk notiert bei 37,26 Euro. Zwar gewann die Aktie am Freitag 1,50 %, doch für Anleger bleibt der Abstand zu den höheren Kurszielen entscheidend. Der durchschnittliche Analystenwert liegt inzwischen bei mehr als 63 Euro und damit rund 69 % über dem aktuellen Kurs. Auch die Marke von 40 Euro liegt noch über der Freitagsnotierung.
Am 5. November legt Renk die Zahlen für das dritte Quartal vor. Erwartet werden 366 Millionen Euro Umsatz und 63 Millionen Euro operatives Ergebnis. Daraus ergäbe sich eine operative Marge von 17,2 %. Für das Gesamtjahr stellt der Konzern mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro in Aussicht. Renk will dabei die obere Hälfte dieser Spanne erreichen.
Die Zahlen waren nicht schlecht. Die Stimmung ist katastrophal!
Der Blick auf die Quartalszahlen wird damit für den Kurs besonders wichtig. Die Aktie hat sich trotz des starken Geschäftsverlaufs deutlich von ihren früheren Niveaus entfernt. Hohe Zinsen erschweren zudem die Finanzierung umfangreicher Rüstungsprogramme und notwendiger Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten.
Renk muss seine Fertigung weiter ausbauen, um den Auftragsbestand von mehr als 80 Milliarden Euro abarbeiten zu können. Im zweiten Quartal war der Free Cashflow negativ, unter anderem weil das Unternehmen Vorräte für die künftige Auftragsabwicklung aufgebaut hatte. Für die Börse wird deshalb zunehmend relevant, wie schnell aus den vorhandenen Bestellungen Umsatz, Ergebnis und tatsächlich verfügbarer Mittelzufluss entstehen.
Ein weiteres großes Projekt könnte die Auftragslage zusätzlich verändern. Gemeinsam mit KNDS bewirbt sich Renk um Arminius, ein Bundeswehr-Vorhaben mit einem möglichen Volumen von mehr als 40 Milliarden Euro. Die Entscheidung wird im Dezember erwartet.
Bis dahin stehen für die Aktie zunächst die Quartalszahlen im Mittelpunkt. Bei 37,26 Euro liegt der Kurs deutlich unter dem Analystenkonsens von mehr als 63 Euro.
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