Bei Renk liegen die Analystenbewertungen und der Börsenkurs inzwischen fast schon historisch weit auseinander. Am Dienstag verlor die Aktie weitere 0,3 % auf 36,56 Euro. Bereits am Montag und in der vergangenen Woche am Freitag hatte sie jeweils ca. 1,5 % eingebüßt. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus des Rüstungsunternehmens auf rund 32,6 %. Auch die Marke von 44 Euro, oberhalb derer sich das charttechnische Bild verbessern könnte, ist weit entfernt. Demgegenüber nehmen Analysten noch immer komplett andere Ziele in das Visier.
Halten die Ziele auch bei den Quartalszahlen?
Die DZ Bank hatte ihren fairen Wert am 23. Oktober von 64 auf 56 Euro gesenkt, die Kaufempfehlung aber bestätigt. JPMorgan reduzierte das Kursziel von 62 auf 50 Euro und blieb bei „Overweight“. Oddo BHF hält sogar 64 Euro für erreichbar und empfiehlt die Aktie weiterhin mit „Outperform“. Gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht das einem rechnerischen Potenzial von rund 37 % bis 76 %.
Unterdessen hat Renk die Übernahme von David Brown Defence abgeschlossen. Dies gilt durchaus als gute Nachricht unter wirtschaftlich beobachtenden Anlegern und Analysten. Doch die Aktie hat davon nicht profitiert. Dann vielleicht anders:
Die vorläufigen Quartalszahlen liegen bereits vor. Am 5. November folgt die endgültige Mitteilung für die ersten neun Monate 2026. Dabei geht es auch um die Frage, wie schnell Renk seine bestehenden Aufträge abarbeiten kann. Der Ausbau der Produktionskapazitäten bleibt eine Herausforderung.
Die Geschäftserwartungen deuten weiterhin auf steigende Umsätze, einen wachsenden Auftragsbestand zu einem neuen Rekord und damit auch auf höhere Gewinne hin. Wenn der Auftritt gelingt, geht es direkt weiter:
Vom 3. bis 6. November präsentiert Renk zudem sein maritimes Angebot auf der Euronaval. Die Messe fällt damit zeitlich mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen zusammen. Damit also haben Analysten hinreichend Futter für ihre Ziele.
Stand heute, 3. November: Renk Group – Kaufen, halten oder verkaufen?
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