Rekordaufträge auf der einen Seite, ein Aktienkurs auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr auf der anderen — bei Renk klaffen operative Stärke und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Aufsichtsrat reagiert mit einem klaren Signal: CEO Dr. Alexander Sagel bleibt bis März 2032, sein Vertrag wurde vorzeitig um fünf Jahre verlängert.
Starke operative Basis, schwacher Kurs
Der Schritt fällt in eine Phase erheblichen Kursdrucks. Mit 44,10 Euro markierte die Renk-Aktie am Mittwoch ein neues 52-Wochen-Tief — rund 50 Prozent unter dem Jahreshoch von 88,73 Euro, das erst im Oktober 2025 erreicht wurde. Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier mehr als 15 Prozent.
Operativ zeichnet das Unternehmen ein anderes Bild. Der Gesamtauftragsbestand kletterte zum Ende des ersten Quartals 2026 auf einen Rekordwert von 6,9 Milliarden Euro. Der feste Auftragsbestand wuchs gegenüber Jahresende 2025 um 14 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro. Mehr als 90 Prozent des für 2026 geplanten Umsatzes sind bereits vertraglich abgesichert.
Die Jahresprognose bleibt unverändert: Renk peilt einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro an, das bereinigte EBIT soll zwischen 255 und 285 Millionen Euro liegen.
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Wachstumsstrategie und USA-Geschäft
Sagel treibt die Initiative „NextGen Mobility“ voran, die auf autonome und hybride Antriebslösungen im Verteidigungssektor zielt. In den USA ist die Tochtergesellschaft Renk America als Zulieferer für mittelschwere Kettenfahrzeuge der US-Armee etabliert. Fortschritte bei Drive-by-Wire-Systemen für das AMPV-Programm sollen künftig auch autonome Einsätze gepanzerter Fahrzeuge ermöglichen.
Der Rückenwind aus dem Rüstungsboom hat zuletzt allerdings nachgelassen. Vorsichtigere Ausblicke bei Wettbewerbern wie Rheinmetall haben die Stimmung im Sektor eingetrübt — und Renk trotz starker Auftragslage mit nach unten gezogen.
Am 10. Juni 2026 findet die Hauptversammlung statt. Dort soll unter anderem über eine vorgeschlagene Dividende von 0,58 Euro je Aktie abgestimmt werden.
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