Die Lage bei Renk sieht weiterhin ausgesprochen irritierend aus. Die Aktie hatte am Freitag zum Ende der Woche tagsüber zwar teilweise einen deutlich besseren Stand und lag am Nachmittag zwischenzeitlich mit ungefähr 1,35 % im Plus. Allerdings wurde am Ende ein kleines Minus verbucht. Die Aktie wird mit 34,79 Euro bewertet. Das wiederum heißt, dass Renk weiterhin absolut im Abwärtstrend verharrt. Die Notierungen liegen 18,7 % unterhalb des GD100 und mittlerweile 27 % unterhalb des GD200. Das heißt, die Aktie befindet sich in einem klaren technischen Abwärtstrend.
Aktuell schwach, perspektivisch stark
Auch charttechnisch hat sich die Situation nicht verbessert. Hier würde man erwarten, dass die Aktie sogar über 50 Euro klettert, um endlich einen echten Befreiungsschlag zu landen.
Immerhin ist die Aktie seit Jahresbeginn um 35,1 % nach unten gelaufen. Es sieht derzeit nicht so aus, als sollte es eine schnelle Beruhigung geben. So jedenfalls ist offensichtlich die Erwartung an den Märkten. Renk hatte am Donnerstag Zahlen verkündet. Es kam zu einem Abschlag von 5,2 % am Aktienmarkt. Dies war allerdings weniger auf die Zahlen selbst zurückzuführen als vielmehr auf die schlechte Stimmung gegenüber der Rüstungsindustrie insgesamt.
Renk selbst hat mit der Abgabe einer Sparte zwar kurzfristig die Umsatzerwartung reduziert, allerdings gleichzeitig die Konzentration auf die margenstarke Rüstungsindustrie noch weiter vorangetrieben. Das ist an sich eine gute Nachricht, die auch von Analysten gewürdigt wurde.
Tatsächlich haben infolge der Zahlen verschiedene Analysten ihre Kursziele noch einmal bekräftigt beziehungsweise erneuert.
Das Kursziel der DZ Bank wurde mit 56 Euro angegeben. Deutsche Bank Research hat Renk auf 73 Euro taxiert. Insofern sind die Warnzeichen bei Renk aus Sicht der Analysten relativ gering. Und dennoch haben die Börsen hier den Abwärtstrend fortgesetzt.
Wann die Analysten mit ihren sehr starken Erwartungen zur Geltung kommen, ist für die nächsten Tage noch offen. Eine neue Meldung gab es am Wochenende nicht. Dennoch scheint das Potenzial enorm zu sein.
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