Rezolve AI geht in die Offensive. Nachdem der Vorstand von Commerce.com ein Übernahmeangebot brüsk zurückgewiesen hat, wendet sich der KI-Spezialist nun direkt an die Aktionäre. Der Konflikt offenbart tiefe Gräben bei der Bewertung und der strategischen Ausrichtung der beiden Unternehmen.

Der Streit um den Preis

Rezolve AI bot einen Aktientausch im Verhältnis von eins zu zwei an. Das Ziel der Offerte ist es, Commerce.com aus der Umsatzstagnation zu führen und das Geschäftsmodell durch künstliche Intelligenz zu modernisieren – ein Trend, den derzeit auch Branchengrößen wie Amazon massiv vorantreiben. Die Verwässerung für bestehende Rezolve-Aktionäre sollte dabei laut Unternehmensangaben unter zehn Prozent bleiben.

Allerdings reagierte der Vorstand von Commerce.com am 8. April mit einer klaren Absage. Die Führung des Unternehmens bezeichnete den Vorschlag als massiv unterbewertet. Basierend auf den Kursen unmittelbar vor dem Angebot entspräche die Offerte einem Abschlag von rund 47 Prozent auf den Marktwert.

Anleger gehen auf Distanz

Die Aussicht auf eine feindliche Übernahme und die harten Fronten belasteten zuletzt den Kurs. Am Freitag verlor die Rezolve-Aktie 6,30 Prozent und schloss bei 2,38 USD. Damit summiert sich das Minus der letzten sieben Tage auf über elf Prozent.

Der Markt beobachtet nun, ob Rezolve AI die Bedingungen nachbessert oder ob der Widerstand von Commerce.com die Pläne für das externe Wachstum endgültig durchkreuzt. Die kommende Handelswoche wird zeigen, wie die Aktionäre auf den direkten Appell reagieren.