Rheinmetall unterzeichnet einen Milliarden-Rahmenvertrag mit der Bundeswehr, zeigt auf der Hannover Messe Robotik und Teleoperation — und die Aktie gibt trotzdem nach. Das Bild ist widersprüchlich, aber erklärbar.
Loitering Munition für die Bundeswehr
Am 22. April hat Rheinmetall in Koblenz einen Rahmenvertrag für die Lieferung seiner Drohnenwaffe FV-014 unterzeichnet. Das Gesamtvolumen liegt im Milliardenbereich. Den ersten Abruf beziffert das Unternehmen auf rund 300 Millionen Euro brutto.
Das FV-014 — intern „Raider“ genannt — ist elektrisch angetrieben, wiegt 20 Kilogramm und trägt einen 4-Kilogramm-Gefechtskopf. Die Reichweite beträgt bis zu 100 Kilometer, die Flugausdauer 70 Minuten. Rheinmetall produziert das System vollständig innerhalb der EU.
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Hannover Messe: Fernsteuerung in Echtzeit
Parallel präsentiert Rheinmetall noch bis heute auf der Hannover Messe 2026 zwei Projekte aus dem zivilen Bereich. Im Mittelpunkt steht eine Teleoperation-Lösung: Ein Bediener in Hannover steuert Fahrzeuge in Düsseldorf in Echtzeit. Entwickelt wurde das System gemeinsam mit der MIRA GmbH.
Ab Mai soll ein teleoperiertes Shuttle im Pilotbetrieb den Flughafen-Bahnhof Düsseldorf mit dem Terminal verbinden — in Kooperation mit der Rheinbahn AG. Das zweite Exponat ist der YARO Cobot von YardStick Robotics, ausgelegt für gefährliche und schmutzige Einsatzumgebungen.
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Kurs unter Druck, Bewertungslücke groß
Die Aktie verliert heute rund 1,75 Prozent auf 1.402 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel knapp 12,5 Prozent eingebüßt und notiert gut 10 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt.
Jefferies hat das Kursziel zuletzt auf 2.220 Euro angehoben — von zuvor 2.020 Euro. Zwischen dem aktuellen Kurs und diesem Ziel liegen rund 58 Prozent. Das Investmenthaus begründete den Schritt nicht mit Hoffnung, sondern mit konkreter Auftragslage: Über 90 Prozent des angestrebten Umsatzes von bis zu 14,5 Milliarden Euro für 2026 sind bereits gedeckt. Die operative Marge soll auf rund 19 Prozent steigen.
Anfang Mai veröffentlicht Rheinmetall die Zahlen für das erste Quartal 2026. Am 12. Mai folgt die Hauptversammlung in Düsseldorf — auf der Tagesordnung steht eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie, rund 42 Prozent mehr als im Vorjahr.
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