Rheinmetall Aktie: 1,015 Milliarden für HX-Fahrzeuge

Rheinmetall sichert sich Bundeswehr-Auftrag über eine Milliarde Euro für über 2.000 Transportfahrzeuge. Trotz Rekordaufträgen fällt der Aktienkurs weiter.

Rheinmetall Aktie
Kurz & knapp:
  • Auftragswert über eine Milliarde Euro
  • Lieferung von über 2.000 Transportfahrzeugen
  • Kursrückgang trotz Rekord-Auftragsbüchern
  • Umsatzprognose für 2026 bestätigt

Die Rheinmetall AG hat von der Bundeswehr einen Großauftrag über 1,015 Milliarden Euro erhalten. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern wird mehr als 2.000 militärische Transportfahrzeuge der HX-Familie liefern — die vierte Tranche eines Rahmenvertrags, der bis zu 6.500 Fahrzeuge umfasst. Mit diesem Abruf sind nun über 3.500 Einheiten fest bestellt.

Logistisches Rückgrat für die Bundeswehr

Die bestellten Fahrzeuge verteilen sich auf drei Varianten: rund 1.000 Lastwagen des Typs 8×8 sowie jeweils etwa 1.000 weitere Einheiten der Typen 4×4 und 6×6. Die sogenannten Ungeschützten Transportfahrzeuge (UTF) stammen aus der Produktion von Rheinmetall MAN Military Vehicles und gelten als Arbeitspferde der deutschen Streitkräfte. Die Auslieferung beginnt noch im laufenden Halbjahr, ein Großteil soll 2026 übergeben werden. Rheinmetall verbucht den Auftrag im zweiten Quartal.

Der Rahmenvertrag aus 2024 unterstreicht die strategische Partnerschaft zwischen Konzern und Bundeswehr. Mit über 3.500 bereits abgerufenen Fahrzeugen ist knapp die Hälfte des Gesamtvolumens fest bestellt — Spielraum für weitere Tranchen bleibt.

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Kursrückgang trotz Rekord-Auftragsbüchern

Die Aktie notiert aktuell bei 1.184,60 Euro, ein Minus von 1,95 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier 26 Prozent verloren und liegt 40,62 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro. Als die Auftragsmeldung am 28. Mai bekannt wurde, reagierte der Kurs mit einem Plus von über vier Prozent und überschritt die 20-Tage-Linie.

Das operative Momentum bleibt intakt. Im ersten Quartal 2026 wies Rheinmetall profitables Wachstum aus und bestätigte die Jahresprognose: Der Umsatz soll um 40 bis 45 Prozent zulegen. Die Akquisition von Naval Vessels Lürssen erweiterte das Portfolio auf die maritime Domäne. Der Auftragsbestand belief sich Ende März auf 73 Milliarden Euro — Rekordniveau. Die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und Kursentwicklung dürfte Anleger weiter beschäftigen.

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