Rheinmetall Aktie: 2.000 Lkw für über eine Milliarde Euro

Rheinmetall Aktie

Rheinmetall bekommt operativ Rückenwind aus zwei Richtungen. Die Bundeswehr plant einen großen Lkw-Abruf, während der Konzern in Neuss die Serienfertigung seiner Loitering-Munition FV-014 hochfährt. Für die Aktie kommt das zur richtigen Zeit: Der Kurs hat sich zuletzt erholt, bleibt aber klar unter den früheren Niveaus.

Bundeswehr plant großen Lkw-Abruf

Die Bundeswehr will bei Rheinmetall mehr als 2.000 Militär-Lkw bestellen. Der Auftragswert liegt bei etwas über einer Milliarde Euro, die Lieferung soll bis November 2026 abgeschlossen sein. Vorgesehen ist die Beschaffung über Rheinmetall MAN Military Vehicles.

Der Abruf passt in die laufende Modernisierung der Bundeswehr. Die Fahrzeuge sollen Transportkapazitäten und Mobilität der Truppe für Landes- und Bündnisverteidigung stärken. Für Rheinmetall ist dabei nicht nur der Kaufpreis relevant, sondern auch der langfristige Nutzungs- und Servicebedarf.

Die Bestellung wäre ein weiterer Abruf aus einem bestehenden Rahmenvertrag. Dieser sieht insgesamt bis zu 6.500 Fahrzeuge vor, bisher wurden knapp 1.400 abgerufen. Als nächster Schritt steht die Befassung des Haushaltsausschusses an.

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Drohnenfertigung in Neuss läuft an

Parallel baut Rheinmetall das Drohnengeschäft aus. Am Standort Neuss hat der Konzern die Serienfertigung der Loitering-Munition FV-014 aufgenommen und ergänzt damit die bisherige Produktion in Braunschweig. Der Standortwechsel hat auch Symbolkraft: In Neuss wurden früher Autoteile gefertigt, nun rückt Verteidigungstechnik in den Mittelpunkt.

Die Bundeswehr hatte zuletzt einen Auftrag über 300 Millionen Euro für diese Drohnen erteilt. Ein Rahmenvertrag eröffnet die Möglichkeit weiterer Bestellungen. Erste Auslieferungen sind für das kommende Jahr geplant.

Die FV-014 ist für den einmaligen Einsatz ausgelegt. Sie kann bis zu 70 Minuten in der Luft bleiben und über eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern operieren. Der Gefechtskopf wiegt rund vier Kilogramm.

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Aktie erholt sich, bleibt angeschlagen

An der Börse stützen die Nachrichten die jüngste Erholung. Am Mittwoch notiert Rheinmetall bei 1.219,60 Euro und liegt damit 1,21 Prozent im Plus. Auf Sicht von sieben Tagen summiert sich der Anstieg auf 9,09 Prozent.

Das ändert wenig am größeren Bild. Über 30 Tage steht noch ein Minus von 17,40 Prozent, seit Jahresanfang liegt die Aktie 23,85 Prozent zurück. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt weiterhin 26,02 Prozent.

Barclays sieht Rheinmetall weiter als klaren Profiteur der europäischen Aufrüstung, verweist aber auf die schwächere Stimmung nach dem ersten Quartal. Damals stiegen die Erlöse um 8 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie blieb mit 2,18 Euro unter dem Konsens. Das Management nannte unter anderem Lieferverzögerungen und verschobene Lkw-Auslieferungen.

Am 21. Mai folgt die Investorenpräsentation in New York. Dort dürfte der Markt vor allem auf Aussagen zur Auftragsumsetzung, zur Drohnenfertigung und zur Belastbarkeit der Jahresprognose achten. Die operative Story hat neuen Schwung, der Aktienkurs muss diese Erholung nun mit belastbaren Fortschritten unterfüttern.

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