Vorstandschef Armin Papperger zeichnet ein gewaltiges Bild für die Zukunft. Bis 2030 soll Rheinmetall zu einem globalen Champion mit 50 Milliarden Euro Umsatz aufsteigen. An der Börse dominiert derweil die Ernüchterung. Die Aktie markierte am Mittwoch bei 1.112,60 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Ein verhaltener Start ins Jahr bremst die Euphorie. Der Rüstungskonzern verfehlte im ersten Quartal mit 1,9 Milliarden Euro Umsatz die Markterwartungen deutlich. Analysten hatten mit rund 400 Millionen Euro mehr gerechnet.
Die Gründe für den Rückstand sind operativer Natur. Fertige Lastwagen und Munition im Wert von 300 Millionen Euro blieben vorerst auf dem Hof stehen. Sie sollen nun im zweiten Quartal ausgeliefert werden. Das Management hält folglich an der Jahresprognose fest.
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Ein massiver Auftragsbestand stützt diesen Optimismus. Die Bücher sind mit 73 Milliarden Euro prall gefüllt. Für das Gesamtjahr peilt Rheinmetall weiterhin einen Erlös von bis zu 14,5 Milliarden Euro an.
Neue Waffensysteme treiben das Portfolio
Um die Langfristziele zu erreichen, baut das Unternehmen sein Angebot um. Am Standort Neuss lief nun die Serienfertigung der Kamikaze-Drohne FV-014 an. Die Bundeswehr hat bereits Systeme im Wert von 300 Millionen Euro geordert. Erste Auslieferungen plant der Konzern für 2027.
Parallel dazu treibt Rheinmetall die Entwicklung von Marschflugkörpern voran. Diese Waffen sollen Ziele mithilfe künstlicher Intelligenz erkennen und Distanzen von bis zu 700 Kilometern überwinden. Für die Produktion ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem niederländischen Rüstungsbetrieb Destinus vorgesehen. Die formelle Gründung steht für das zweite Halbjahr im Kalender.
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Dividendenabschlag drückt den Kurs
Auf der Hauptversammlung winkten die Aktionäre eine Dividende von 11,50 Euro je Anteilsschein durch. Da das Papier am Mittwoch mit dem entsprechenden Abschlag gehandelt wird, erklärt dies einen Teil des aktuellen Tagesverlusts von gut vier Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich das Kursminus mittlerweile auf über 30 Prozent.
Die tieferen Notierungen locken erste Insider an. Vorstandsmitglied René Gansauge nutzte das gedrückte Niveau am Dienstag für einen privaten Aktienkauf im Wert von knapp einer Viertelmillion Euro. Um das geopolitische Profil zu schärfen, zieht derweil der ehemalige US-General Ben Hodges in den Aufsichtsrat ein.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der Kurs notiert aktuell fast 25 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Die Investmentbank JPMorgan senkte ihre Einstufung zuletzt auf „Neutral“ und reduzierte das Kursziel auf 1.500 Euro. Der Fokus liegt nun auf dem zweiten Quartal. Dann müssen die Düsseldorfer die verschobenen Auslieferungen bilanzieren und den versprochenen Wachstumsschub belegen.
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