Der strategische Umbau ist vollendet. Rheinmetall kappt seine letzte Verbindung zur Automobilindustrie und richtet sich endgültig als reiner Rüstungskonzern aus. Die Münchener Industriegruppe AEQUITA übernimmt die ehemalige Power Systems Division.
Der vorläufige Kaufpreis für die Sparte liegt bei 350 Millionen Euro. Der Abschluss der Transaktion ist für das vierte Quartal 2026 geplant. AEQUITA will alle rund 6.250 Mitarbeiter weltweit übernehmen.
Bereits seit Ende 2025 führte der Konzern den Bereich als nicht fortgeführtes Geschäft. Die Sparte erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro. Konzernchef Armin Papperger bezeichnet den Verkauf als bedeutenden Meilenstein. Der Fokus liegt nun vollständig auf dem margenstarken Geschäft mit Militärkunden und Sicherheitsbehörden.
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Diskrepanz an der Börse
Am Kapitalmarkt verpufft die strategische Klarheit bislang. Das Papier notiert aktuell bei rund 1.212 Euro und verbucht seit Jahresbeginn ein Minus von gut 24 Prozent. Die Volatilität bleibt mit annualisiert 52 Prozent enorm hoch.
Nächster Halt: ILA Berlin
Neue Impulse könnte ein anstehender Messeauftritt liefern. Vom 10. bis 14. Juni präsentiert sich Rheinmetall auf der ILA Berlin. Im Mittelpunkt stehen dort Luftverteidigungssysteme, Weltraumaufklärung und Drohnentechnologie. Ein besonderes Augenmerk gilt dem unbemannten Kampfflugzeug MQ-28 „Ghost Bat“.
Der Konzern agiert nun als reiner Systemanbieter für die NATO und verbündete Staaten. Die Messepräsentation in Berlin bietet dem Management die direkte Bühne, um die technologische Reichweite dieses neu formierten „Defence Pure Play“-Modells in der Praxis zu demonstrieren.
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