Wie soll es weitergehen mit der Aktie von Rheinmetall? Auch am heutigen Donnerstag verliert der Titel weiter und ist nur noch ca. 991 Euro wert. Es wird immer dramatischer, so der Eindruck. Damit ist die markante 1.000-Euro-Linie nach unten durchkreuzt. Die Notierungen liegen inzwischen mehr als 26 % unterhalb der 200-Tage-Linie. Damit ist für technische Analysten der Fall klar: Es fehlt derzeit absolut an Impulsen, um wieder in einen Aufwärtstrend zu kommen.#

Nachrichten spielen bei der Bewertung der Rheinmetall aktuell keine große Rolle

Selbst gute oder größere Nachrichten haben jüngst in keiner Weise geholfen. So hatte Rheinmetall zuletzt in Kanada und in Großbritannien seine Präsenz ausgebaut. In Großbritannien geht es zum Beispiel darum, bis zu 30 britische Zulieferer einzubinden. Zudem wurde eine neue Testanlage in Betrieb genommen. All das hat bis dato nichts gebracht. Auch in Kanada werden die Kapazitäten ausgebaut. Das wiederum ist interessant vor dem Hintergrund des Umstands, dass die Kanadier eine Sonderrolle innerhalb der europäischen Rüstungszusammenarbeit einnehmen könnten.

Das zeigt, dass Rheinmetall in alle möglichen Richtungen die Fühler ausstreckt und die Kapazitäten ausgeweitet werden. Es belegt auch, dass das Auftragsvolumen von rund 80 Milliarden Euro derzeit an den Börsen eigentlich keine Rolle zu spielen scheint.

Die Analysten sind mit ihren Kurszielen weiterhin zuversichtlich. Die Märkte indes nicht. Sie haben Angst vor weiteren Zinssteigerungen und davor, dass die notwendigen Kapazitäten tatsächlich nicht schnell genug aufgebaut werden können. Die ganze Rüstungsbranche geht sozusagen am Stock. Dennoch bleiben Analysten bei Rheinmetall zuversichtlich. Chartanalysten sind vorsichtig, weil die Verletzung der Marke von 1.000 durchaus ein kräftiges Signal für den Titel ist. Algorithmen sind hier aufmerksam.