Am heutigen Dienstag hat die Aktie von Rheinmetall erneut deutliche Schwäche gezeigt. Die Notierungen sind insgesamt um immerhin 1,85 % auf Tradegate gefallen und an der Börse München um 1,17 %. Zwischenzeitlich sah es sogar nach deutlicheren Verlusten aus. 1.169 Euro stehen jetzt auf den Kurstafeln. Damit hat die Aktie natürlich etwas enttäuscht. Es gibt keine neuen Nachrichten, die hier eine Rolle spielen. Im Gegenteil:

Die Rheinmetall konnte einen neuen Auftrag der Bundeswehr für sogenannte Bergepanzer vermelden. Der Umsatz für diesen Auftrag wird bei annähernd 500 Millionen Euro liegen.

Die Börsen scheinen sich für neue Aufträge bei der Rheinmetall in keiner Weise zu kümmern

Die Kurse reagieren seit geraumer Zeit kaum noch auf neue Nachrichten aus dem Umfeld der Düsseldorfer. Vielmehr scheint die Börse sich eingeschworen zu haben, die Rüstungsindustrie deutlich abzustrafen. Hohe Zinsen scheinen hier das Thema zu sein, das auf den (teuren) Ausbau der Kapazitäten verweist.

Allerdings ist nun bekannt geworden, dass die ODDO BHF das Papier auf „Kaufen“ hochgestuft hat. Das ist insofern interessant, als auch dies wieder in die Kerbe schlägt, die aktuell von den Analysten insgesamt ohnehin bedient wird. Quasi alle Analysten sind der Meinung, dass die Aktie ein Kauf ist.

Das Kursziel ist allerdings erstaunlicherweise nach unten korrigiert worden. Das Rating war zuvor mit „Neutral“ angegeben worden. Das Kursziel lag bei 1.900 Euro. Jetzt lautet das Rating „Kaufen“. Das Kursziel liegt allerdings nur noch bei 1.670 Euro.

Das deutet darauf hin, dass man der Aktie noch sehr viel zutraut, allerdings die Modellberechnungen insgesamt etwas nach unten angepasst hat. Insgesamt ist das Unternehmen bei den Analysten ohnehin begehrt. Die durchschnittlichen Kursziele liegen derzeit nur noch bei 1.870,6 Euro. Das entspricht einem avisierten Kurspotenzial von rund 55 %.