Rheinmetall hat die ersten Caracal-Serienfahrzeuge an die deutschen und niederländischen Streitkräfte übergeben. Die Zeremonie fand gestern in Ede statt, wie das Unternehmen heute mitteilte. Der Vertrag umfasst nach Unternehmensangaben mehr als 1.500 Fahrzeuge, die bis 2030 vorgesehen sind.
Zum Vertrag gehört außerdem die Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus für einen Zeitraum von 20 Jahren. Mit der Übergabe beginnt die Serienauslieferung des Caracal-Luftlandefahrzeugs an die beiden Streitkräfte.
Passive Sensoren für die Luftverteidigung
Eine weitere Vereinbarung meldeten heute Rheinmetall Air Defence und Silvus Technologies. Die Partner wollen passive RFeye-Hochfrequenzsensoren in das Skynex-Luftverteidigungssystem sowie die Skymaster-Kommando- und Kontrollplattform integrieren. Die Sensoren sollen Bedrohungen erkennen, ohne selbst Signale auszusenden. Damit betrifft die angekündigte Integration sowohl die Luftverteidigung als auch deren Führung.
Neue Fertigung und geplanter Werftausbau
Am 22. Oktober eröffnete Rheinmetall Defence UK die UK Gun Hall in Telford zur Fertigung von Waffensystemen. Die Anlage verfügt über 11.500 Quadratmeter Produktionsfläche. Bei voller Auslastung kann sie jährlich bis zu 245 Rohre über beide dort gefertigten Kaliber herstellen. Hinzu kommt eine Kapazität von mehr als 50 Verschlüssen pro Jahr.
Beim geplanten Ausbau des Schiffbaus erhielten Rheinmetall und MSC am 19. Oktober den Zuschlag zur gemeinsamen Übernahme der rumänischen Mangalia-Werft. Der gemeinsame Kaufpreis beträgt rund 138 Mio. Euro. Der Abschluss wurde für wenige Wochen später erwartet; der Standort soll für zivile und militärische Schiffbauaktivitäten entwickelt werden.
Als weiterer Termin steht der Kapitalmarkttag an: Rheinmetall hat ihn laut seiner Investor-Relations-Seite für den 25. bis 27. November angesetzt.
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