Rheinmetall kommt einfach nicht aus dem massiven Abwärtstrend heraus. Am Freitag wie auch am Montag verlor die Aktie jeweils etwas. Heute, am Montag, sind es in etwa 0,98 %, die den Titel eminent schwächen. Die Aktie wird nun noch mit rund 973,00 Euro geführt. Damit bleibt die Marke von 1.000 Euro außer Reichweite.

Für Unruhe sorgten dabei mutmaßlich politische Spekulationen. Berichten zufolge könnte Russlands Präsident Putin im Dezember zum G20 Gipfel nach Miami kommen. An den Börsen wurde daraus offenbar schnell die Hoffnung auf eine Annäherung zwischen Russland und den USA und möglicherweise auch auf Fortschritte im Ukraine Krieg.

Rüstungsaktien reagieren auf solche Meldungen inzwischen fast reflexartig. Für Rheinmetall ändert sich dadurch zunächst wenig. Das Unternehmen hatte zum Ende des zweiten Quartals einen Auftragsbestand von mehr als 80 Milliarden Euro gemeldet. Diese Aufträge verschwinden nicht, nur weil sich die politische Stimmung kurzfristig verändert.

Die Rheinmetall verliert relativ unverdient, allerdings so stetig, dass etwas Sorge herrscht

Und trotzdem bleibt die Aktie technisch schwach. Rund 28 % fehlen inzwischen zur 200 Tage Linie. Auf Sicht von vier Wochen hat Rheinmetall gut 15 % verloren.

Hier liegt derzeit der eigentliche Konflikt. Der Kurs läuft nach unten, während Analysten im Mittel weiterhin Kursziele von mehr als 1.640 Euro sehen. Wer als Investor die Rheinmetall beobachtet, muss deshalb derzeit zwei völlig unterschiedliche Bilder aushalten: wirtschaftlich einen enormen Auftragsbestand inklusive hoher Zielschätzungen der Analysten und auf der anderen Seite an der Börse einen massiven Abwärtstrend.

Noch fehlt der Befreiungsschlag. Die Rückkehr über 1.000 Euro wäre zumindest ein erster Schritt.