Für Rheinmetall sieht es nach der sehr schwachen vergangenen Woche wieder annähernd nach einem extremen Kampf aus. Die Notierungen sind knapp über der 1.000-Euro-Marke zum Stillstand gekommen. 1020 Euro zahlen die Investoren für den Wert noch vor dem Handel nun am Mittwoch. Man hat bei Abschlägen von -3,8 % innerhalb einer Woche das Gefühl, dass die Börsen sich nur noch daran orientieren, in der Ukraine „könnte“ ein Frieden bevorstehen. Dies hat mit der Rheinmetall wenig zu tun. Denn auch nach einem weit entfernten Friedensschluss wäre noch immer nicht geklärt, warum dann kein Rüstungsmaterial mehr geliefert werden sollte.
Die jüngste Enttäuschung resultiert aus einem vermuteten Ukraine-Deal und die Begründung ist dünn.
Die vergangene Woche ist noch kein Trend-Umkehr-Fall
Die Woche brachte die Aktie zwar wieder massiv abwärts, eine regelrechte Trend-Umkehr ist jedoch noch nicht zu sehen.
Neue Nachrichten sind aktuell auch da: Aus Italien kommt für die Leonardo-Rheinmetall-Kooperation ein Auftrag über 3,7 Mrd. Euro für u.a. Panzer. Die Geschäfte laufen. Davon sind sowohl die Analysten mit sehr hohen Kurszielen überzeugt (die haben sich etwas reduziert, aber die Kursziele liegen noch immer deutlich über dem, was an den Märkten für die Rheinmetall tatsächlich bezahlt wird) als auch diejenigen, die sich mit den Zahlen beschäftigen. Am 5.11. kommen die Quartalszahlen. Diese werden darlegen, wie es der Rheinmetall wirklich geht.
Trotz der Diskussionen um hohe Zinsen und hohe Schuldenstände an den Finanzmärkten bleibt die Rüstungsindustrie wieder gefragt. Denn die Auftragslage wird sich bei allem Respekt vor den hohen Staatsschulden aktuell nicht mehr so verändern, dass die Rheinmetall einen Auftragscrash befürchten müsste.
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