Schon wieder gab die Rheinmetall etwas ab. Mit 954 Euro ist der Titel am Dienstag noch immer nicht nahe genug an die Marke von 1.000 Euro gekommen, um charttechnisch auch nur etwas Entwarnung geben zu können. Es gelingt nicht einmal, die größten Sorgen vor einem Absturz zu mildern. Die Börsen sehen hohe Zinsen, befürchten Kapazitätsmängel (beim Bearbeiten des Rekordauftragsbestands von über 80 Mrd. Euro) und meinen bei höheren Zinsen sogar, dass die staatliche Auftragsvergabe künftig weniger dynamisch verlaufen könnte als bislang erwartet.
Sollte sich das Wachstum neuer Aufträge tatsächlich abschwächen, würde dies die langfristigen Perspektiven der gesamten Branche verändern. Bislang sind solche Sorgen allerdings nicht durch entsprechende konkrete Daten ausreichend untermauert. Also wird schlicht viel spekuliert, allerdings im laufenden Abwärtstrend.
Die Stimmung bleibt absolut reduziert
Chartanalysten sehen Rheinmetall weiterhin in einem ausgeprägten Abwärtstrend. Aus technischer Sicht müsste die Aktie zunächst mindestens die Marke von 1.000 Euro überwinden, um wieder ein überzeugenderes Signal zu liefern.
Deutlich optimistischer zeigen sich dagegen die wirtschaftlich orientierten Analysten. Das durchschnittliche Kursziel liegt weiterhin bei mehr als 1.580 Euro. Damit sehen die Experten gegenüber dem aktuellen Kursniveau ein erhebliches rechnerisches Aufwärtspotenzial. Zwar hat Berenberg sein Kursziel zuletzt deutlich nach unten korrigiert und nur noch 1.020 Euro angegeben. Die Mehrheit der Analysten hält jedoch weiterhin an ihren hohen Erwartungen fest.
Dafür gibt es durchaus nachvollziehbare Gründe. Der Rekordauftragsbestand von 80,5 Milliarden Euro bietet Rheinmetall eine außergewöhnlich hohe geschäftliche Perspektive. Zugleich zeigen die gestiegenen operativen Gewinne, dass das Unternehmen grundsätzlich in der Lage ist, vom Wachstum der Rüstungsnachfrage zu profitieren.
Die auf 1,5 Milliarden Euro erhöhte Kreditlinie verbessert darüber hinaus die Möglichkeiten, den erforderlichen Kapazitätsausbau zu finanzieren. Damit stehen den aktuellen Sorgen der Börse weiterhin gewichtige wirtschaftliche Argumente gegenüber.
Entscheidend wird nun sein, ob die Investoren wieder stärker auf diese Fundamentaldaten achten oder ob die Unsicherheit über Finanzierungskosten und künftige Auftragseingänge zunächst die Oberhand behält. Analysten sind sich weitgehend einig, wie oben formuliert.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 14. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

