Rheinmetall droht beim Skyranger eine Verzögerung: Medienberichten vom Freitag zufolge könnte sich der Zeitplan um zwei bis drei Jahre verschieben. Wegen des Verzugs soll die Bundeswehr laut Brancheninformationen 48 Drohnenabwehrsysteme GARMR des Konkurrenten Diehl beschaffen; ein entsprechender Auftrag ist jedoch nicht bestätigt. Damit steht neben dem möglichen Zeitverlust beim Skyranger auch eine Beschaffung bei einem Wettbewerber im Raum.
Zuschlag für Werft in Rumänien
Beim Ausbau seiner Standorte meldete Rheinmetall am 19. Oktober einen Zuschlag: Gemeinsam mit MSC setzte sich das Unternehmen bei einer Auktion um die rumänische Mangalia-Werft durch. Der gemeinsam zu entrichtende Kaufpreis beträgt nach Unternehmensangaben rund 138 Millionen Euro.
Der Abschluss soll in einigen Wochen erfolgen. Die Partner planen an dem Standort sowohl zivilen als auch militärischen Schiffbau. Mit dem Zuschlag ist die gemeinsame Übernahme damit noch nicht abgeschlossen.
Neue Fertigung in Albacete
Rheinmetall Expal Munitions nahm am 16. Oktober eine Mittelkaliberfertigung am Standort Albacete in Betrieb. Die angegebene Jahreskapazität beträgt rund 1,2 Millionen Geschosse und etwa 1,8 Millionen Patronenhülsen.
Rheinmetall investierte nach eigenen Angaben rund 20 MioEUR in die Fertigung. Die Belegschaft soll von rund 210 auf rund 300 wachsen. Während die Anlage bereits in Betrieb ist, bleibt der angekündigte Personalaufbau damit ein weiterer Schritt am Standort.
Auch bei der Finanzierung hatte Rheinmetall eine Veränderung gemeldet: Am 8. Oktober erneuerte das Unternehmen seine syndizierte Kreditlinie vorzeitig. Zugleich erhöhte es deren Volumen von 750 MioEUR auf 1,5 MrdEUR. Die Erneuerung und die Aufstockung der Linie sind nach Unternehmensangaben bereits erfolgt.
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