Einen schwachen Tag erlebte Rheinmetall am Donnerstag. 1.018,90 Euro wurden als Kurs angezeigt. Das entsprach einem Abschlag in Höhe von 0,1 %, allerdings nachdem die Notierungen stark in den Tag gestartet waren. Die Marke von 1.000 Euro droht wieder zum Thema zu werden, sie ist unmittelbar wieder vor Augen der Investoren.
An der generellen kleinen Erholung hat sich indes wenig geändert. Seit Ablauf der ersten Oktoberwoche hat das Papier ausgehend von nur noch gut 920 Euro hier einen deutlichen Aufschlag geschafft. Der sollte nun indes halten.
Branchenrotation hatte geholfen
Offensichtlich gab es eine kleine Branchenrotation weg von KI-Unternehmen und Tech-Unternehmen anderer Art hin zur Rüstungsindustrie. Denn auch Renk und Co. haben hier deutlich zugelegt.
Jetzt hat der Schwung nachgelassen. Man befürchtet offensichtlich, dass es Friedensverhandlungen rund um den Ukraine-Krieg gibt. Desweiteren stören auch hohe Zinsen, die wiederum die Frage aufwerfen, wie weit die Unternehmen noch rentabel weitere Kapazitäten aufbauen können, die notwendig sind, um die Rekordauftragsbestände dann abzuarbeiten.
Tatsächlich allerdings ist Rheinmetall immer noch gut im Geschäft. Zuletzt wurde eine Minderheitsbeteiligung an Rock Tech Lithium erworben. Zudem hat das Unternehmen eine Werft in Rumänien übernommen. Hier geht es um den Ausbau unter anderem der Marinefähigkeiten von Rheinmetall.
Insofern bleiben die Aussichten wirtschaftlich betrachtet recht gut. Am 5. November wird das Ergebnis des dritten Quartals vorgetragen.
Analysten haben ihre Kursziele immer noch kaum gesenkt. Hier sind immer noch Notierungen in Höhe von mehr als 1.550 Euro zu erwarten, so jedenfalls die mittleren Kursschätzungen.
Die Börsen haben sich minimal zurückgezogen, was sicherlich noch kein großartiges Zeichen für eine deutliche Schwäche sein wird.
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