Enttäuschend verlief die vergangene Woche für Rheinmetall. Am Ende ging es um 1,69 % abwärts. Die Aktie kam auf ein Kursniveau von 815,50 Euro. Das entspricht einem Verlust in Höhe von 21,05 % über eine Woche. Die Aktie hat damit seit dem 1. Januar 47,47 % verloren. Sie hat vor allem am Donnerstag noch einmal kräftig eingebüßt, war allerdings auch zuvor schon im Abwärtstrend.
Der Trend scheint sehr klar zu sein
Am Donnerstagvormittag überraschte Rheinmetall die Märkte negativ mit den Quartalszahlen. Negativ heißt, dass die Analysten zuvor davon ausgegangen waren, dass die Zahlen besser ausfallen würden. Das Unternehmen hat zum Beispiel die erwartete Gewinnmarge für das laufende Jahr von 19 % auf nur noch 18,5 % gekürzt. Das ist zwar immer noch eine hohe Gewinnmarge. Allerdings ist jede Kürzung an den Börsen bei ambitionierten Unternehmen sicherlich immer eine kritische Angelegenheit.
Dies betraf auch den erwarteten Umsatz für das laufende Jahr, der nunmehr auf nur noch 13,2 Milliarden Euro geschätzt wird. Zuvor hatte Rheinmetall einen Umsatz in Höhe von 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro beziehungsweise bis August sogar noch 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro erwartet. Begründet wird das Ganze unter anderem mit einigen Projekt- und Auftragsverschiebungen.
So wird das Projekt Arminius, das man bereits im Dezember bekommen wollte und das ein Milliardenvolumen umfasst, nach Erwartungen von Rheinmetall erst im ersten Quartal 2027 durchgewunken werden.
Die Frage ist, ob es hier nur um verspätete Aufträge beziehungsweise Projekte geht und Rheinmetall insofern möglicherweise denselben wirtschaftlichen Wert hat wie zuvor. Oder ob es sich um systematische Verzögerungen und möglicherweise am Ende sogar um Ausfälle von erwarteten Aufträgen und Projekten handelt.
Rheinmetall geht davon aus, dass der Umsatz von aktuell erwarteten 13,2 Milliarden Euro im laufenden Jahr bis 2050 auf 50 Milliarden Euro steigen wird. Analysten gehen insgesamt mit. Tatsächlich haben beispielsweise einige Analysten ihre Kursziele jetzt etwas korrigiert. Allerdings liegen diese immer noch sehr viel höher als das aktuelle Kursniveau, und zwar um über 86 %. Es lohnt sich sicherlich, diese Aktie noch einmal anzusehen. Die einzelnen Einschätzungen der Analysten sind tatsächlich interessant.
Hier ist vor allem das Bankhaus Metzler mit seiner weiterhin offensiven Einschätzung hervorgetreten. Dazu kommt noch eine Nachrichtenbombe: Der CEO hat die günstigen Kurse direkt genutzt. Der kauft! Ein Zeichen!
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