Deutlich besser als bislang präsentiert sich am Donnerstag die Aktie von Rheinmetall. Das Papier konnte um 1,2 % zulegen und erreichte einen Kurs von 1.038,40 Euro.

Damit haben die Investoren endlich einmal einen Auftrag gewürdigt, den das Unternehmen akquirieren konnte. Ganz konkret geht es darum, dass Rheinmetall gemeinsam mit KNDS weitere Radschützenpanzer an die Bundeswehr und die niederländische Armee liefern darf.

Insgesamt handelt es sich um 69 Fahrzeuge. Das ist vor allem ein Signal dafür, dass Rheinmetall weiterhin Aufträge akquiriert. Zugleich zeigt sich, dass die Börsen inzwischen endlich wieder auf entsprechende Meldungen reagieren.

Rheinmetall selbst hat bislang noch keine neuen Quartalszahlen vorgelegt. Allerdings sei daran erinnert, dass die Ergebnisse für das zweite Quartal durchaus gut ausgefallen waren.

Umsatzprognose kann nicht mehr der Grund sein

Das Unternehmen hatte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr zwar etwas anpassen müssen. Dennoch wird weiterhin ein Umsatzwachstum von ungefähr 37 % bis 42 % erwartet. Das ist eine ausgesprochen hohe Wachstumsrate.

Die operative Ergebnismarge wird bei 19 % gesehen. Normalerweise müssten solche Aussichten für deutlichen Auftrieb an den Börsen sorgen. Genau das haben die Märkte bislang allerdings vermissen lassen.

Dennoch bleiben Analysten der Auffassung, dass die Aktie erheblich mehr wert ist als derzeit. Das durchschnittliche Kursziel für die kommenden zwölf Monate liegt bei mehr als 1.550 Euro.

Gegenüber dem aktuellen Kursniveau entspräche das einem möglichen Aufschlag von mehr als 500 Euro.

Die Börsen werden ihre Bewertung von Rheinmetall demnach noch deutlich nach oben korrigieren müssen. Davon gehen jedenfalls die Analysten mit ihren weiterhin ausgesprochen hohen Kurszielen aus.