Rheinmetall steht vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Wenn der Düsseldorfer Rüstungskonzern am 5. November voraussichtlich seine Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorlegt, wird sich zeigen, ob die Geschäftsentwicklung mit den hohen Erwartungen der Analysten Schritt hält. Die Prognosen fallen deutlich positiv aus: Sowohl beim Ergebnis je Aktie als auch beim Umsatz wird ein kräftiger Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwartet.
Besonders hoch liegt die Messlatte beim Gewinn. Vier von der Finanzpresse befragte Analysten rechnen für das dritte Quartal im Durchschnitt mit einem Ergebnis je Aktie von 7,00 Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Rheinmetall 3,34 Euro je Aktie erzielt. Die aktuelle Konsensschätzung würde damit mehr als eine Verdopplung bedeuten. Für den Konzern geht es folglich nicht nur darum, erneut Wachstum zu zeigen, sondern eine ausgesprochen ambitionierte Gewinnerwartung zu erfüllen.
Aktuell resultiert daraus auch ein hohes Kursziel: Analysten gehen weiterhin davon aus, die Düsseldorfer könnten auf 1.570 Euro klettern (hier liegt in etwas das durchschnittliche Kursziel).
Rheinmetall: Umsatz soll weiterhin klettern
Die Quartalszahlen müssen dies bestätigen. Und auch die Erlösprognose weist klar nach oben. Analysten erwarten für das abgelaufene Jahresviertel durchschnittlich 3,23 Milliarden Euro Umsatz. Im dritten Quartal des Vorjahres waren es 2,78 Milliarden Euro. Das entspräche einem Anstieg von mehr als 16 %.
Die Börse bleibt dabei zunächst skeptisch. Am Mittwoch verlor die Rheinmetall-Aktie 3,23 % und schloss bei 1.020,00 Euro. Der Weg bis zu den Zielen der Analysten ist noch immer recht weit. Zudem ist die Stimmung rund um Rüstungsaktien durch die möglichen Verhandlungen zum Frieden in der Ukraine zumindest angespannt, wie die vergangenen Tage sehr deutlich nahegelegt haben. Dies ist zwar Irrsinn, aber Realität an den Börsen.
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