Bei Rheinmetall ist die Situation inzwischen grob stabiler geworden. Aktuell rutschte die Aktie wieder unter die Marke von 1.200 Euro. Sie notiert noch immer bei 1.176 Euro, also etwas unterhalb der runden Hürden. Die Nähe dazu aber ist aus charttechnischer Sicht zumindest ein erster Indikator dafür, dass sich wieder ein Aufwärtstrend entwickeln könnte.

Die Aktie von Rheinmetall hatte bis zum Ende des ersten Halbjahres an den Börsen einen schweren Stand und war zeitweise sogar in Gefahr geraten, nachhaltig unter die Marke von 1.000 Euro zu rutschen. Diese Gefahr scheint inzwischen abgewendet.

80 Milliarden Euro bleiben immer noch die wertvollste Ansage

Rheinmetall konnte kürzlich die Zahlen zum zweiten Quartal präsentieren. Diese wurden insgesamt recht freundlich aufgenommen. Der gesamte Auftragsbestand war um 44 % geklettert und hatte mehr als 80 Milliarden Euro erreicht. Das ist ein mit Abstand neuer Rekord. Der Auftragsbestand entspricht damit annähernd dem Sechsfachen des für dieses Jahr erwarteten Umsatzes. Dies wiederum ist ein deutliches Signal dafür, dass Rheinmetall auf Jahre hinaus gut ausgelastet ist.

Auf Cashflow-Basis wird der Titel teilweise kritischer gesehen. Rheinmetall verweist allerdings darauf, dass Investitionen unter anderem in den Aufbau der Lagerbestände beziehungsweise der Vorräte geflossen seien. Damit sollen künftige Lieferungen dadurch abgesichert werden, dass die benötigte Ware bereits vorhanden ist. Rheinmetall ist also unter verschiedenen Gesichtspunkten gut aufgestellt.

Bei den Quartalszahlen spielt zudem eine Rolle, dass sich der operative Gewinn mehr als verdoppelt hatte und 562 Millionen Euro erreichte. Die Markterwartungen wurden damit um annähernd 20 % übertroffen. Das bleibt ein Ausrufezeichen.

Unter anderem darauf dürften sich auch die meisten Analysten stützen, die für die Rheinmetall-Aktie weiterhin sehr hohe Kursziele nennen. Diese liegen deutlich über dem aktuellen Kursniveau an den Börsen.