Mit der Übernahme der NVL-Werften vollzieht Rheinmetall den Wandel vom reinen Zulieferer zum vollwertigen Schiffbauer. Nun rückt ein Milliardenprojekt der deutschen Marine in den Fokus des Rüstungskonzerns. Gleichzeitig bremst eine offene Baustelle im zivilen Geschäft die komplette strategische Neuausrichtung.
Fregatten-Auftrag im Visier
Der Konzern plant, die Generalunternehmerrolle für das Fregattenprojekt F126 vom niederländischen DAMEN-Konzern zu übernehmen. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr bewertet diesen Schritt noch bis Ende April. Danach erwartet Rheinmetall den formalen Vertragseintritt für das Vorhaben, bei dem Anfang 2028 ein vorausgerüstetes Typschiff in Hamburg übergeben werden soll. Die Ambitionen für die neue Marinesparte sind enorm: Bis zum Jahr 2030 soll der Bereich einen Jahresumsatz von fünf Milliarden Euro erwirtschaften, wobei der asiatisch-pazifische Raum als zentraler Zielmarkt gilt.
Verzögerung beim Konzernumbau
Operativ profitiert das Unternehmen von einem Rekord-Auftragsbestand in Höhe von 63,8 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr prognostiziert das Management ein Umsatzwachstum von bis zu 45 Prozent auf maximal 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Einen Schatten auf diese Wachstumszahlen wirft jedoch der stockende Verkauf der zivilen Division „Power Systems“. Die Trennung von der margenschwachen Sparte verschiebt sich voraussichtlich in das dritte Quartal, da ein Käufer für den Bereich mit knapp 8.000 Beschäftigten weiterhin fehlt.
Diese Verzögerung beim Konzernumbau spiegelt die aktuelle Zurückhaltung am Aktienmarkt wider. Am Freitag gab das Papier um 3,37 Prozent nach und schloss bei 1.505,00 Euro. Damit verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn ein Minus von gut sechs Prozent.
Konkrete Termine für Anleger
Die nächsten wichtigen Fixpunkte für den Kapitalmarkt stehen bereits im Mai an. Am 7. Mai 2026 wird das Management mit den Zahlen für das erste Quartal erste Details zur operativen Integration der neuen Werften vorlegen. Wenige Tage später, auf der Hauptversammlung am 12. Mai, stimmen die Aktionäre über eine deutliche Erhöhung der Dividende ab. Die geplante Ausschüttung von 11,50 Euro je Aktie entspricht einer Quote von 45,5 Prozent des Gewinns aus dem vergangenen Geschäftsjahr.
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