Die Düsseldorfer Aktie von Rheinmetall ist wieder auf dem Weg nach unten. Die Notierungen werden am heutigen Tag die Marke von 1.200 Euro sicherlich verfehlen. Die Papiere sind um 3,2 % nach unten geschickt worden.

Das liegt unter anderem daran, dass es offensichtlich Zweifel daran gibt, dass im Iran schnell eine Lösung gefunden wird. Auf der anderen Seite allerdings sollten die Börsen gerade heute neue Hoffnung haben. Es soll angeblich ein Friedensabkommen vorliegen, heißt es aus Pakistan. Oder ist das auch schon wieder zu viel?

Rüstungsbranche wie Rheinmetall: Sie leiden auch und wegen des Iran

Die gesamte Rüstungsbranche ist an den Aktienbörsen wieder bestraft worden. Es gibt derzeit keinen tatsächlichen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen den Börsenreaktionen und den Rüstungsunternehmen an sich in Bezug auf den Krieg im Iran. Auch, als die Situation eskalierte, gab es keine Rückendeckung von den Märkten.

Die Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall leiden offensichtlich darunter, dass die Märkte hier Gewinne vom Tisch nehmen, die in den vergangenen Monaten entstanden waren. Wirtschaftlich betrachtet geht es für Rheinmetall weiter aufwärts, auch am Freitag noch.

Das Heer hat erkennen lassen, dass es auf einen noch stärkeren bzw. auch schnelleren Einsatz von Drohnen drängen wird. Insofern dürfte auch Rheinmetall hier im Spiel sein.

Die Bundeswehr hat ohnehin in den vergangenen Wochen eminent wichtige Aufträge an Rheinmetall vergeben. Hier ging es unter anderem um die Lieferung von gut 2.000 Militär-Lkw. All das hilft derzeit nicht, und die Analysten sind immer noch zuversichtlich genug, dass die Aktie massiv klettern soll. Die Kursziele liegen nahe der Grenze von 1.900 Euro. Das interessiert im Lichte des Iran-Kriegs aktuell nur niemanden. Sehr schade, meinen die Beobachter. Mittelfristig könnten die Analysten durchaus Recht behalten.