Die Marke von 1.000 Euro ist bei Rheinmetall wieder gefallen. Am Montag verlor die Aktie 3,66 % und erreichte je nach Handelsplatz nur noch rund 999,60 Euro. Am Freitag hatte sie noch bei 1.037,60 Euro geschlossen. Auch technisch bleibt die Lage schwierig: Der Abstand zum GD100 beträgt 5,9 %, zur 200-Tage-Linie sogar 21,4 %. Dabei erwarten Analysten weiterhin Kurse von mehr als 1.550 Euro. Gegenüber dem jüngsten Niveau wären das rund 55 % Gewinn.
Die Zahlen kommen nun sehr schnell
Am 5. November legt Rheinmetall seine Quartalszahlen vor. Analysten rechnen für das dritte Quartal mit 3,23 Milliarden Euro Umsatz und einem Gewinn je Aktie von 7,03 Euro. Zuletzt hatte Jefferies Zweifel geäußert, ob der Konzern sein angestrebtes Auftragsvolumen von 100 Milliarden Euro im laufenden Jahr erreichen kann.
Auch andere Banken haben ihre Einschätzungen angepasst. UBS senkte das Kursziel von 1.600 auf 1.360 Euro, bestätigte allerdings die Kaufempfehlung. Citi verwies auf mögliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung großer Programme und auf Engpässe in den Lieferketten.
Unterdessen arbeitet Rheinmetall bestehende Aufträge ab. Die ersten Serienfahrzeuge des Typs Caracal wurden an die deutschen und niederländischen Streitkräfte übergeben. Der Vertrag umfasst mehr als 1.500 Fahrzeuge mit Lieferungen bis 2030 und einer Unterstützung über 20 Jahre.
Zudem eröffnete der Konzern am 22. Oktober im britischen Telford eine neue Produktionshalle mit 11.500 Quadratmetern Fläche. Dort können jährlich bis zu 245 Geschützrohre und mehr als 50 Verschlussstücke gefertigt werden.
Neben Umsatz und Gewinn dürfte beim Quartalsbericht auch der freie Cashflow Beachtung finden. Die Umsetzung der zahlreichen Aufträge bindet Kapital, bevor entsprechende Zahlungen eingehen.
Vom 25. bis 27. November folgt der Kapitalmarkttag. Dort will Rheinmetall seine mittelfristigen Planungen erläutern. Zunächst stehen jedoch die Quartalszahlen und die Bestätigung der Jahresprognose im Mittelpunkt. Analysten sind wie beschrieben eigentlich sehr zuversichtlich für die Düsseldorfer.
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