Wenig Hoffnung gab es am Montag kurzfristig für die Investoren von Rheinmetall. Die Notierungen sind um weitere 0,2 % gefallen. 1.035,60 Euro wurden angezeigt. Das Papier befindet sich unverändert in einem Abwärtstrend.

Warten auf die Zahlen. Die kommen am Donnerstag!

Jetzt haben sich auch technische Indikatoren wieder weiter nach unten gedreht. So liegt die 100-Tage-Linie inzwischen etwas mehr als 2 % über dem aktuellen Kursniveau. Eine mögliche Trendwende ist damit nicht in Sicht. Das Papier befindet sich in einer schwachen Verfassung. Im laufenden Jahr hat Rheinmetall bereits 35 % abgegeben, und das, obwohl sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigen. Das Unternehmen geht davon aus, dass ungefähr 14 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet werden. Das sind immerhin 40 % mehr als im vergangenen Geschäftsjahr.

Das Unternehmen wird zudem die Bruttomarge eigenen Erklärungen nach auf 19 % nach oben treiben. Das bedeutet, dass Rheinmetall zumindest absolut betrachtet sehr viel mehr verdient als im vergangenen Jahr. Damit hat das Unternehmen zumindest wirtschaftlich hinreichende Voraussetzungen dafür, dass die Kurse im laufenden Jahr nicht um 35 % verlieren müssten. Hintergrund für die Schwäche von Rheinmetall und der Rüstungsindustrie insgesamt sind offensichtlich Zweifel daran, dass die Kapazitäten wie benötigt ausgebaut werden. Hinzu kommt die Frage, ob Staaten bei steigender Verschuldung tatsächlich ihre Verteidigungsausgaben in den kommenden Jahren weiter nach oben schrauben werden.

Diese Zweifel sind eher unspezifisch, und dennoch haben sie über die vergangenen Monate, zumindest seit März des laufenden Jahres, bereits gewirkt. Auch die Analysten haben sich davon irritieren lassen. Die durchschnittlichen Kursziele lagen ursprünglich bei über 2.000 Euro. Inzwischen werden immer noch über 1.550 Euro als durchschnittliches Kursziel gehandelt.

Das wäre weiterhin ein Aufschlag in Höhe von circa 50 %, der für Rheinmetall sicherlich attraktiv ist. Die Stimmung ist derzeit nicht auf solche steigenden Kurse ausgerichtet. Die wirtschaftlich orientierten Analysten sind davon allerdings überzeugt.