Rheinmetall meldet einen neuen Auftrag aus den USA: Die Tochter American Rheinmetall liefert dem US Marine Corps zwölf Mission-Master-SP-A-UGVs samt fünf Amphibien-Kits. Der Auftrag über 7,28 Millionen Dollar wurde am Donnerstag erteilt und läuft über die Defense Logistics Agency, Hauptauftragnehmer ist ADS Inc. Empfänger ist das Marine Corps Warfighting Laboratory, das die unbemannten Fahrzeuge testet.
Die technische Basis der Mission Master SP stammt von Rheinmetall Canada, gefertigt wird in den USA. Die Fahrzeuge sind mit der PATH-Autonomietechnologie ausgestattet und für maritime Einsatzszenarien mit einem speziellen Marine-Kit versehen.
Für sich genommen ist der Auftragswert überschaubar, er reiht sich aber in eine Serie ähnlicher US-Bestellungen der vergangenen Wochen ein und unterstreicht die wachsende Präsenz von Rheinmetall im US-Markt für unbemannte Bodensysteme.
Kurs bleibt unter Druck
Der neue Auftrag ändert wenig am schwierigen Kursumfeld der Aktie. Am Freitag schloss das Papier bei 993,00 Euro, ein Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 2.007,00 Euro Anfang Oktober hat sich der Kurs damit mehr als halbiert. Der Relative-Stärke-Index von knapp 34 signalisiert eine überverkaufte Aktie, was zumindest kurzfristig auf eine gewisse Erschöpfung des Abwärtstrends hindeutet.
Die jüngste Serie an Auftragsmeldungen aus dem US-Verteidigungsgeschäft zeigt, dass das operative Geschäft von Rheinmetall in einzelnen Segmenten weiterläuft, während die Aktie unter Bewertungssorgen und einer generellen Risikoaversion gegenüber Rüstungswerten leidet.
Solche Einzelaufträge im niedrigen einstelligen Millionenbereich sind für den Konzern mit einer Marktkapitalisierung von gut 46 Milliarden Euro finanziell nicht materiell, signalisieren Anlegern aber die anhaltende Nachfrage nach unbemannten Systemen made in Rheinmetall-Technologie.
Ausblick für Anleger
Für Investoren bleibt der Mission-Master-Auftrag ein Randaspekt im größeren Bild. Entscheidender dürfte sein, ob sich der Kurs nach dem massiven Rückgang der vergangenen Monate stabilisiert.
Mit einem Abstand von rund neun Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt und einem Minus von 28 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt notiert die Aktie deutlich unter ihren mittelfristigen Trendlinien. Kleinere operative Erfolgsmeldungen wie der aktuelle US-Auftrag dürften daran wenig ändern, solange die übergeordnete Skepsis gegenüber der Bewertung des Rüstungssektors anhält.
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