Starke Zahlen, ein Rekord-Auftragsbestand und ein offensives Gebot für eine Werft: Rheinmetall hat am Donnerstag gleich auf mehreren Feldern Fakten geschaffen. Der Düsseldorfer Konzern transformiert sich sichtbar — vom Heerestechnik-Spezialisten zum integrierten Verteidigungskonzern.
Bieterrennen um die Kieler Werft
Rheinmetall hat ein offizielles Gebot für die German Naval Yards Kiel eingereicht. Damit tritt der Konzern direkt gegen Thyssenkrupp Marine Systems an, die ebenfalls Interesse an der Werft signalisiert hatte. Das Ziel ist klar: Rheinmetall will nach der Integration von Naval Vessels Lürssen auch Überwasserschiffe wie Korvetten und Fregatten aus einer Hand anbieten.
Das Segment Naval Systems ist bereits im Auftragsbestand eingepreist. Zum 31. März 2026 erreichte der Backlog einen Rekordwert von rund 73 Milliarden Euro — 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
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Quartalszahlen: Marge schlägt Umsatz
Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 8 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Das verfehlte leicht die Markterwartungen. Rheinmetall führt das auf verschobene Auslieferungen ins zweite Quartal zurück.
Die Profitabilität erzählte eine andere Geschichte. Das operative Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Die operative Marge stieg auf 11,6 Prozent, nach 10,5 Prozent im Vorjahr. Besonders das Segment Vehicle Systems lieferte — getrieben durch Schützenpanzer-Auslieferungen an europäische Partner und Bundeswehr-Programme.
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Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest: Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro, operative Marge von rund 19 Prozent. Zur Hauptversammlung im Mai schlägt das Management eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie vor — nach 8,10 Euro im Vorjahr.
Kurs unter Druck, RSI im Extrembereich
Trotz der starken Fundamentaldaten verlor die Rheinmetall-Aktie am Donnerstag rund 2,6 Prozent auf 1.396 Euro. Der RSI liegt bei 80 — technisch überkauft. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast 13 Prozent zu Buche, der Kurs notiert rund 30 Prozent unter seinem Hoch vom September 2025.
Das Bieterverfahren um die German Naval Yards Kiel wird zum nächsten Katalysator. Setzt sich Rheinmetall gegen Thyssenkrupp Marine Systems durch, wäre der Aufbau einer vollständigen maritimen Sparte abgeschlossen — mit direktem Effekt auf die langfristige Umsatzbasis, die der Backlog von 73 Milliarden Euro bereits andeutet.
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