Rigetti Computing liefert im ersten Quartal mehr Umsatz, bleibt aber tief in den roten Zahlen. Der Markt reagiert darauf mit deutlicher Nervosität. Vor allem die Diskrepanz zwischen wachsendem Geschäft und anhaltenden Verlusten belastet die Aktie.
Mehr Umsatz, aber kein operativer Turnaround
Der Umsatz kletterte auf 4,4 Millionen US-Dollar, nach 1,47 Millionen im Vorjahresquartal. Das klingt nach Fortschritt, reicht aber noch nicht für eine operative Wende. Unter dem Strich meldete Rigetti einen operativen Verlust von 26 Millionen US-Dollar.
Noch auffälliger ist der GAAP-Nettogewinn von 33,11 Millionen US-Dollar. Dieser stammt jedoch vor allem aus nicht zahlungswirksamen Bewertungseffekten bei bestimmten Finanzinstrumenten und sagt wenig über die Ertragskraft des Kerngeschäfts aus. Genau hier liegt das Problem: Die Bilanz wirkt auf den ersten Blick stark, der operative Alltag bleibt teuer.
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Parallel dazu verweist das Management auf solide Liquidität. Ende des Quartals lagen 569 Millionen US-Dollar an Barmitteln in der Kasse, dazu kommt keine Finanzverschuldung. Das verschafft Spielraum, ersetzt aber keine tragfähige Einnahmenbasis.
Technischer Fortschritt trifft auf hohe Erwartungen
Operativ meldete das Unternehmen den Start des 108-Qubit-Systems Cepheus-1-108Q. Der Prozessor ist nun über Cloud-Plattformen wie Amazon Braket und Azure Quantum verfügbar. Das zeigt, dass Rigetti bei der Kommerzialisierung seiner Technologie weiterkommt.
Hinzu kommt ein Auftrag über 8,4 Millionen US-Dollar vom indischen C-DAC. Für ein Unternehmen mit noch kleinem Umsatzniveau ist das ein relevanter Schritt. Auch das geplante Großprojekt in Großbritannien bleibt auf der Agenda: Dort will Rigetti in den kommenden drei Jahren ein System mit mehr als 1.000 Qubits entwickeln.
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An der Börse reicht das bislang nicht für Entspannung. Die Aktie schloss am Freitag bei 15,40 Euro, verlor an dem Tag 7,56 Prozent und liegt seit Jahresbeginn 23,76 Prozent im Minus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt rund 68 Prozent, während die 30-Tage-Volatilität bei hohen 91,11 Prozent liegt.
Analysten sehen noch Spielraum, aber auch Risiko
Am Markt überwiegt weiter eine vorsichtig positive Haltung. Der Konsens lautet auf „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 29,18 US-Dollar. Daraus ergibt sich zwar rechnerisch Aufwärtspotenzial, doch die Messlatte ist hoch.
Rigetti selbst strebt bis 2029 einen Jahresumsatz von 78,2 Millionen US-Dollar und einen Gewinn von 11,1 Millionen US-Dollar an. Zwischen dem aktuellen Niveau und diesem Ziel liegt noch ein weiter Weg. Am kommenden Dienstag dürfte deshalb vor allem die Frage im Mittelpunkt stehen, wie lange die Kasse reicht, bis aus den Forschungs- und Hardwarefortschritten ein belastbares Geschäft wird.
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