Rio Tinto drängt aggressiv in den Kupfermarkt. Parallel dazu belasten fallende Rohstoffpreise den Aktienkurs. Am Freitag rutschte das Papier um 5,22 Prozent auf 88,99 Euro ab. Ein harter Kontrast prägt die aktuelle Lage des Bergbaukonzerns.
Griff nach dem Kupfer-Giganten
Im Zentrum steht das argentinische Projekt Los Azules. Rio Tinto prüft laut Branchenkreisen, seinen Anteil von derzeit 17,2 Prozent an McEwen Copper aufzustocken. Das Vorkommen zählt zu den zehn größten unerschlossenen Kupferprojekten weltweit. Der Rohstoffriese will so die rasant steigende Nachfrage aus Rechenzentren und der Energiewende bedienen.
Die Technik von Rio Tinto spielt hier eine Schlüsselrolle. Das konzerneigene Unternehmen Nuton testet vor Ort ein spezielles Auslaugungsverfahren. Dieses könnte die Lebensdauer der Mine um mehr als drei Jahrzehnte verlängern. Bislang gibt es keine offizielle Bestätigung für einen Ausbau der Beteiligung. Der Geschäftsführer von McEwen Copper bestätigte jedoch laufende und fruchtbare Gespräche.
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Die wirtschaftlichen Dimensionen sind enorm. Eine Machbarkeitsstudie taxiert den Nettobarwert des Projekts auf knapp drei Milliarden US-Dollar. Ab 2030 soll die Förderung starten. McEwen Copper benötigt für den Aufbau rund vier Milliarden US-Dollar und plant noch in diesem Jahr einen Börsengang.
Rohstoffpreise bremsen den Kurs
Kurzfristig bremst das Marktumfeld die Euphorie. Die Preise für Eisenerz gaben zuletzt deutlich nach. Hohe Lagerbestände in chinesischen Häfen drücken die Stimmung. Auch Kupfer verbilligte sich auf rund 6,30 US-Dollar pro Pfund. Eine anziehende US-Inflation dämpft die Kauflaune zusätzlich.
Das hinterlässt Spuren im Chart. Auf Monatssicht verlor die Rio-Tinto-Aktie knapp 15 Prozent an Wert. Auf längere Sicht sieht das Bild freundlicher aus. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 28 Prozent auf der Kurstafel. Der Titel notiert weiterhin komfortabel über seiner 200-Tage-Linie.
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Umbau und operative Baustellen
Abseits der Zukaufpläne treibt Vorstandschef Simon Trott den Konzernumbau voran. Das Ziel: ein strafferes Geschäft. Rio Tinto will jährlich 650 Millionen US-Dollar durch effizientere Abläufe einsparen.
Nicht alles läuft reibungslos. Die kanadische Eisenerztochter IOC kämpft mit operativen Problemen. Veraltete Anlagen und finanzielle Hürden drosseln die Produktion. Die Ziele für 2026 wackeln dort bereits. Besser sieht es bei den Lithium-Projekten Fenix und Sal de Vida aus. Hier erwartet das Management die erste Produktion im zweiten Halbjahr 2026.
In den kommenden Tagen rückt die Nachrichtenlage aus Argentinien in den Fokus. Eine offizielle Bestätigung des Los-Azules-Deals könnte dem Aktienkurs neue Impulse liefern. Parallel dazu bestimmen die chinesischen Eisenerzbestände die kurzfristige Preisentwicklung.
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