Der Bergbau-Gigant Rio Tinto mistet sein Portfolio aus. Im Zentrum steht das kalifornische Bor-Geschäft. Mehrere Interessenten bringen sich für eine Übernahme in Stellung. Der Deal könnte bis zu zwei Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen.
Strategischer Umbau treibt den Kurs
CEO Simon Trott trimmt den Konzern auf Effizienz. Das Ziel: Fünf bis zehn Milliarden Dollar durch den Verkauf von Randbereichen freisetzen. Die Bor-Minen und Raffinerien in der Mojave-Wüste gehören auf diese Streichliste. Die Börse honoriert den klaren Kurs. Am Dienstag markierte das Papier mit 104,10 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht hat sich der Wert damit mehr als verdoppelt.
Kritisches Mineral weckt Begehrlichkeiten
Die kalifornischen Anlagen decken etwa ein Drittel des weltweiten Bedarfs an raffiniertem Bor. Unternehmen wie WE Soda, Magris Resources und U.S. Silica Holdings bereiten laut Insidern bereits verbindliche Angebote vor.
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Die Nachfrage nach dem Rohstoff steigt rasant. Die US-Regierung stufte Bor im November offiziell als kritisches Mineral ein. Es ist unverzichtbar für Windkraftanlagen, Kernenergie und moderne Elektronik. Im Handelsstreit mit China sichern sich die USA über heimische Quellen wichtige Lieferketten. Das treibt den strategischen Wert der Minen in die Höhe.
Fokus auf das Kerngeschäft
Rio Tinto konzentriert sich künftig auf Eisenerz, Kupfer sowie Aluminium und Lithium. Dieser Schritt hat handfeste finanzielle Gründe. Zwar stieg der Konzernumsatz zuletzt auf 57,64 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn sackte im Gegenzug um fast 14 Prozent auf 9,97 Milliarden Dollar ab. Schwache Eisenerzpreise in China belasten das Ergebnis massiv.
Der geplante Bor-Verkauf bringt nun frisches Kapital für den Ausbau der Kernsparten oder den Schuldenabbau. Bis Juni müssen die potenziellen Käufer ihre verbindlichen Gebote bei Rio Tinto einreichen. Analysten bleiben trotz des jüngsten Kurslaufs abwartend. Elf von fünfzehn Experten empfehlen die Aktie aktuell lediglich zum Halten.
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