Raus aus Bor, rein in Gallium. CEO Simon Trott formt Rio Tinto gerade mit erheblichem Tempo um — und die nächsten Wochen werden zeigen, wie weit die Transformation schon gediehen ist.
Mehr als ein Dutzend Bieter für das Bor-Geschäft
Über zwölf potenzielle Käufer haben Interesse an Rio Tintos Bor-Vermögenswerten in Kalifornien angemeldet. Der Verkaufspreis könnte rund zwei Milliarden US-Dollar erreichen. Zu den Interessenten zählen WE Soda, Magris Resources und U.S. Silica Holdings — verbindliche Angebote werden bis Juni erwartet.
Das Bor-Geschäft umfasst eine Mine in der Mojave-Wüste, eine Raffinerie am Hafen von Los Angeles sowie eine weitere Abbauoperation am Owens Lake. Zusammen decken diese Anlagen rund 30 Prozent der weltweiten Bor-Nachfrage. Dass die US-Regierung Bor 2025 in ihre Liste kritischer Mineralien aufnahm, dürfte den Bieterwettbewerb zusätzlich befeuern — und eine Prämie beim Verkaufspreis stützen.
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Trott hat angekündigt, durch Veräußerungen und Effizienzgewinne zwischen fünf und zehn Milliarden US-Dollar freizusetzen. Das Kapital soll den Fokus auf Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Lithium schärfen.
Gallium als nächstes Standbein
Während Bor den Konzern verlässt, baut Rio Tinto in Kanada eine neue Position auf. Nach der erfolgreichen Erstgewinnung von Gallium gemeinsam mit dem Partner Indium Corporation im Mai 2025 soll 2027 eine Pilotanlage im kanadischen Saguenay in Betrieb gehen. Die Zielmarke: 40 Tonnen Gallium pro Jahr, was etwa fünf Prozent der globalen Produktion entspräche — die derzeit vollständig außerhalb Nordamerikas stattfindet.
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Die Regierungen Kanadas und Québecs unterstützen das Projekt mit insgesamt rund 26 Millionen kanadischen Dollar.
Dividende und Q1-Zahlen im Blick
Am 16. April erhalten Aktionäre die finale Dividende für 2025 ausgezahlt: 254 US-Cent je Aktie, umgerechnet nach den Wechselkursen vom 7. April in lokale Währungen für britische, australische und neuseeländische Anleger.
Vier Tage später, am 20. April, folgen die operativen Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Der Umsatz lag 2025 bei 57,6 Milliarden US-Dollar — ein Plus von gut sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn sank jedoch um knapp 14 Prozent auf 9,97 Milliarden Dollar, belastet durch schwächere Eisenerzpreise. Da China rund 60 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, bleibt diese Abhängigkeit eine strukturelle Größe — unabhängig davon, wie zügig der Portfolioumbau voranschreitet. Die Q1-Zahlen werden zeigen, ob Trotts Plan operativ hält, was er strategisch verspricht.
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