Rio Tinto und BHP, die beiden größten Bergbaukonzerne der Welt, haben eine Kooperation vereinbart, die für frischen Wind in der Pilbara-Region sorgen könnte. Die beiden Giganten wollen gemeinsam bis zu 200 Millionen Tonnen Eisenerz fördern – und zwar aus Vorkommen, die bisher als nicht abbaubar galten. Die Aktien beider Unternehmen reagierten positiv auf die Nachricht.
Konkret geht es um zwei Lagerstätten in den benachbarten Eisenerzbetrieben Yandicoogina (Rio Tinto) und Yandi (BHP) in Westaustralien. Unter zwei Memoranda of Understanding wollen die Konzerne Rio Tintos Wunbye-Lagerstätte gemeinsam entwickeln. Parallel dazu soll BHP Erz aus seinem Yandi Lower Channel Deposit an Rio Tinto liefern, das dann in den bestehenden Nassaufbereitungsanlagen von Rio Tinto verarbeitet wird. Die kommerziellen Konditionen sind bereits vereinbart.
Clevere Strategie statt Kapitalvernichtung?
„Indem wir intelligenter arbeiten, können wir die bestehende Infrastruktur besser nutzen, um zusätzliche Produktion mit minimalem Kapitalbedarf zu erschließen“, erklärte Matthew Holcz, Chef des Eisenerzgeschäfts bei Rio Tinto. Tatsächlich klingt der Plan verlockend: Statt Milliarden in neue Anlagen zu pumpen, nutzen die Konzerne vorhandene Kapazitäten effizienter aus.
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Die Zusammenarbeit baut auf einem Deal aus dem Jahr 2023 auf, bei dem beide Unternehmen bereits das Mungadoo-Pillar-Vorkommen gemeinsam erschlossen hatten. Damals ging es um Erz entlang einer gemeinsamen Grenze, das zuvor nicht zugänglich war. Offenbar hat dieser erste Versuch so gut funktioniert, dass man nun größer denkt.
Wann kommt das erste Erz?
Die beiden Bergbauriesen haben vereinbart, zunächst eine konzeptionelle Studie durchzuführen, gefolgt von einer detaillierteren Größenordnungsstudie. Erst dann fällt die finale Investitionsentscheidung. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die erste Förderung Anfang der 2030er Jahre beginnen.
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Allerdings steht das Projekt noch unter Vorbehalt: Regulierungsbehörden müssen zustimmen, Joint-Venture-Partner ihr Okay geben und die Traditional Owners – die indigenen Landbesitzer – eingebunden werden. Keine Kleinigkeiten in einem Land, wo Bergbauprojekte zunehmend unter gesellschaftlicher Beobachtung stehen.
Für Rio Tinto, gemessen am Marktwert das zweitgrößte Bergbauunternehmen der Welt, könnte die Kooperation die Lebensdauer bestehender Operationen verlängern und Arbeitsplätze in Westaustralien sichern. BHP-Manager Tim Day sprach von „Produktivität in Aktion“ – ein Versprechen, das Investoren gerne hören. Ob die 200 Millionen Tonnen tatsächlich realisiert werden, bleibt abzuwarten. Aber der Plan zeigt: Selbst Branchenriesen setzen zunehmend auf Zusammenarbeit statt auf teuren Alleingang.
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