Der Bergbauriese hat im Dezember 2025 eine neue 25-Megawatt-Solaranlage an seinem Kupferstandort Kennecott in Utah in Betrieb genommen. Das Besondere: Die Solarpaneele enthalten Tellur, das direkt vor Ort als Nebenprodukt der Kupferraffinerie gewonnen wird.
Zusammen mit der bereits 2023 fertiggestellten 5-MW-Anlage verfügt Kennecott nun über eine Solarkapazität von 30 Megawatt. Das reicht aus, um etwa 1.026 durchschnittliche US-Haushalte jährlich mit Strom zu versorgen. Die Scope-2-Emissionen am Standort sinken dadurch um rund 6 Prozent – das entspricht der Stilllegung von 4.400 Fahrzeugen pro Jahr.
Von der Mine ins Solarpanel – und zurück
Seit 2022 produziert Kennecott Tellur als Nebenprodukt der Kupferveredelung. Damit ist Rio Tinto einer von nur zwei US-Produzenten dieses kritischen Minerals. Das gewonnene Tellur wandert zu 5N Plus Inc. nach Kanada, wo es in Dünnschicht-Halbleitermaterialien umgewandelt wird. First Solar verarbeitet diese anschließend zu Photovoltaik-Modulen – die nun am Kennecott-Standort installiert sind.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rio Tinto?
Die komplette Lieferkette bleibt in Nordamerika. Kupfer und Tellur gelten in den USA als kritische Mineralien – ihre heimische Produktion stärkt die Versorgungssicherheit für Zukunftstechnologien.
Der Bau der neuen Anlage begann im Oktober 2024 in Partnerschaft mit Bechtel. Die Fertigstellung erfolgte zwei Monate früher als geplant im Oktober 2025, die Inbetriebnahme im Dezember. Über 71.000 Paneele wurden verbaut – alle mit Tellur aus der eigenen Raffinerie bestückt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rio Tinto?
Kann dieser Ansatz Schule machen?
Der zirkuläre Ansatz zeigt, wie Bergbauunternehmen ihre Nebenprodukte zur Dekarbonisierung der eigenen Betriebe nutzen können. Kennecott betreibt eine von nur zwei Kupferschmelzen in den USA und festigt damit seine strategische Rolle in der Energiewende.
An den Börsen blieb die Nachricht zunächst ohne größere Reaktion. Im vorbörslichen Handel an der NYSE notierte die Rio Tinto-Aktie bei 84,54 Dollar und gab 0,70 Prozent nach. In Sydney verlor der Titel am Dienstag 2,0 Prozent – allerdings belasteten dort vor allem die gestiegenen Kostenprognosen für das kanadische Kali-Projekt von BHP, die auf den gesamten Rohstoffsektor abstrahlten.
Die neue Solaranlage ist ein Baustein in Rio Tintos Strategie zur Emissionsreduktion. Die tatsächliche Wirkung auf die Gesamtbilanz des Konzerns bleibt überschaubar – doch die Signalwirkung für die Branche könnte größer sein als die reine Megawatt-Zahl vermuten lässt.
Rio Tinto-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rio Tinto-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rio Tinto-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rio Tinto-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rio Tinto: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


