Rio Tinto macht Ernst. Der britisch-australische Bergbauriese hat gleich drei Investmentbanken mit der Beratung zu einer möglichen Übernahme von Glencore beauftragt. Damit würde der weltgrößte Minenbetreiber mit einem Marktwert von über 200 Milliarden US-Dollar entstehen. Ein Deal, der die Rohstoffbranche auf den Kopf stellen könnte.
Wie Reuters am 13. Januar 2026 unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, hat Rio Tinto JPMorgan, Evercore und die australische Macquarie Group mandatiert. Die Banken dürfen sich auf satte Beratungsgebühren freuen – über 100 Millionen Dollar könnten bei einem erfolgreichen Abschluss fließen. Glencore hingegen hat noch keinen offiziellen Berater benannt, wobei die Citigroup aufgrund früherer Mandate gute Chancen haben dürfte.
Dritter Anlauf nach gescheiterten Versuchen
Bereits 2014 versuchte Glencore, Rio Tinto zu übernehmen – erfolglos. Rio Tinto lehnte damals ab und argumentierte, das Angebot liege nicht im Interesse der Aktionäre. Auch Ende 2024 gab es Fusionsgespräche zwischen den beiden Schwergewichten, die jedoch ebenfalls im Sande verliefen. Jetzt der dritte Versuch – und diesmal scheint es ernst zu werden.
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Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. Die Rohstoffbranche befindet sich im Umbruch. Kupfer, Lithium und andere Metalle werden für die Energiewende und den Ausbau der KI-Infrastruktur dringend benötigt. Wer jetzt Reserven sichert, verschafft sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Rio Tinto will offenbar nicht zusehen, wie andere Konkurrenten das Rennen machen.
BHP bleibt außen vor
Interessant: BHP, der dritte große Player im globalen Bergbaugeschäft, hält sich nach Reuters-Informationen bewusst zurück. Das australische Unternehmen sieht Glencore nicht als strategische Ergänzung – weder der Handelsarm noch die Kohlevorkommen passen ins Portfolio. Eine Stellungnahme lehnte BHP ab.
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Während die Rio Tinto-Aktie am 13. Januar in London um 0,08 Prozent auf 61,40 Pfund zulegte, gab die Glencore-Aktie um 0,65 Prozent auf 4,65 Pfund nach. Die Anleger scheinen sich noch nicht sicher zu sein, wie der Deal ausgehen wird.
Norwegen stockt Position auf
Parallel meldete die Norges Bank, Norwegens Staatsfonds, am 12. Januar eine aufgestockte Position in Rio Tinto. Mit 27,8 Millionen Aktien hält die Bank nun 2,22 Prozent der Anteile – ein klares Signal des Vertrauens in die Zukunft des Konzerns. Am 12. Januar kaufte Norges Bank weitere 70.926 Aktien zu einem Preis von 60,83 Pfund je Stück hinzu.
Bleibt die Frage: Wird es diesmal klappen? Die Weichen sind gestellt, die Berater eingeschaltet. Ob Rio Tinto und Glencore sich einigen können, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Für die Rohstoffmärkte wäre es ein historischer Moment.
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