Der E-Autobauer aus Kalifornien macht Ernst beim autonomen Fahren. Am 12. Dezember 2024 präsentierte Rivian auf seinem ersten „Autonomy & AI Day“ einen selbst entwickelten KI-Chip namens Rivian Autonomy Processor (RAP1). Der 5-Nanometer-Chip bildet das Herzstück der dritten Generation des Autonomy Compute Module (ACM3) und soll künftige Fahrzeuge mit selbstfahrenden Fähigkeiten ausstatten.
Besonders interessant: Das Unternehmen kündigte ein Abo-Modell für autonome Fahrfunktionen an, das Anfang 2026 für Fahrzeuge der zweiten Generation startet. Kunden können zwischen einer Einmalzahlung von 2.500 Dollar oder monatlich 49,99 Dollar wählen. Zum Vergleich: Teslas Premium-FSD-Paket kostet 8.000 Dollar im Voraus oder 99 Dollar pro Monat.
Lidar, Radar und der Weg zum Robotaxi
Anders als Tesla setzt Rivian auf eine Kombination aus Lidar und Radar. Die kommenden R2-Fahrzeuge sollen damit perspektivisch Level 4-Autonomie erreichen – also vollautomatisiertes Fahren ohne menschlichen Eingriff in definierten Bereichen. CEO Robert Scaringe positioniert das Unternehmen damit bewusst auch für künftige Robotaxi-Chancen jenseits des klassischen Fahrzeugverkaufs.
Doch während Rivian seine technologische Roadmap vorstellte, reagierte die Börse ernüchtert. Die Aktie sackte während der Präsentation um bis zu 9 Prozent ab. Belastend wirkte unter anderem eine zeitgleiche KI-Ankündigung von OpenAI, die dem Event die Aufmerksamkeit raubte.
Rückschlag von Morgan Stanley
Die Skepsis der Investoren hat auch fundamentale Gründe. Morgan Stanley stufte die Aktie von „Equalweight“ auf „Underweight“ herunter und verwies auf Bedenken rund um den für 2026 geplanten Launch des R2-Modells. RBC Capital hält zwar an einem „Sector Perform“-Rating fest, begrüßt aber grundsätzlich die strategische Neuausrichtung auf autonome Fahrzeugtechnologie.
Gleichzeitig verkaufte CEO Scaringe am 9. Dezember 2024 insgesamt 17.450 Aktien der Klasse A für rund 305.971 Dollar zu einem durchschnittlichen Preis von 17,53 Dollar je Anteilsschein. Der Verkauf erfolgte automatisch über einen vorab festgelegten Handelsplan nach Regel 10b5-1, der am 14. März 2024 beschlossen und am 11. Juni 2024 angepasst wurde. Nach der Transaktion hält Scaringe direkt noch 1.167.559 Aktien.
Zusätzlicher Gegenwind kommt von einer Rückrufaktion: 34.824 Fahrzeuge in den USA – darunter bestimmte EDV-Modelle der Baujahre 2022 bis 2025 – müssen wegen eines defekten Sicherheitsgurt-Kabels zurück in die Werkstatt. Das erhöht das Verletzungsrisiko bei einem Unfall, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mit.
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