Roche baut seine Onkologie-Pipeline mit einer Technologie aus, die in der Krebsmedizin zunehmend Aufmerksamkeit auf sich zieht. Gemeinsam mit dem US-Biotechunternehmen C4 Therapeutics unterzeichnete der Basler Pharmariese am 8. April 2026 ein neues Abkommen zur Entwicklung sogenannter Degrader-Antibody Conjugates — kurz DACs. Die Partnerschaft knüpft an eine bereits zehn Jahre währende Forschungskooperation an.
Technologie mit doppeltem Wirkmechanismus
DACs kombinieren zwei bislang getrennte Ansätze der Krebstherapie. Klassische Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) steuern Tumorzellen gezielt an und schleusen ein toxisches Molekül ein. Bei DACs übernimmt ein Protein-Degrader die Rolle des Wirkstoffs — mit dem Ziel, krebsrelevante Proteine nicht nur zu blockieren, sondern vollständig abzubauen. Das soll den therapeutischen Index gegenüber herkömmlichen ADCs verbessern, deren klinische Anwendbarkeit historisch durch eine begrenzte Verträglichkeitsbreite eingeschränkt war.
Die Aufgabenteilung ist klar: C4 Therapeutics liefert über seine TORPEDO®-Plattform die Degrader-Payloads, Roche übernimmt Antikörper-Design, Konjugation sowie die gesamte klinische Entwicklung und Vermarktung. Gemeinsam arbeiten beide Unternehmen an zwei Programmen gegen noch nicht offengelegte Onkologie-Ziele.
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Bis zu einer Milliarde Dollar an Meilensteinen möglich
Finanziell erhält C4 Therapeutics zunächst 20 Millionen US-Dollar als Vorabzahlung. Übt Roche eine Option auf ein drittes Ziel aus, folgt eine weitere Zahlung. Das Gesamtpotenzial aus Discovery-, Zulassungs- und kommerziellen Meilensteinen liegt bei über einer Milliarde US-Dollar.
Roche ist in diesem Feld nicht allein. Auch Pfizer, Bristol Myers Squibb und das Startup Fortitude Bio forschen an DAC-Technologien. Mit dem Ausbau der bestehenden C4T-Partnerschaft sichert sich Roche jedoch einen frühen, strukturierten Zugang zu einer Plattform, die bereits seit 2016 gemeinsam entwickelt wird.
Einen ersten Hinweis darauf, wie sich das operative Geschäft entwickelt, liefern die Q1-Zahlen: Roche veröffentlicht seine Umsatzergebnisse für das erste Quartal 2026 am 23. April vor Börseneröffnung in Zürich.
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