Rocket Lab hat am Donnerstagmorgen seine neueste suborbitale Mission erfolgreich abgeschlossen. Der Flug unter dem Codenamen „Curveball“ liefert dem Raumfahrtunternehmen frischen operativen Rückenwind. Parallel dazu positionieren sich Investoren für den mit Spannung erwarteten Börsengang von SpaceX am Freitag. Das treibt die gesamte Branche an.
Wachstumsmarkt Hyperschall
Die Rakete startete vom Launch Complex 2 in Virginia. Rocket Lab nutzt für das HASTE-Programm eine modifizierte Version seiner Electron-Trägerrakete. Sie dient als Testplattform für Hyperschall-Technologien. Genaue Details der Regierungsmission bleiben geheim.
Das Testprogramm entwickelt sich zu einem zentralen Wachstumstreiber. Nach einem starken ersten Quartal mit rund 200 Millionen US-Dollar Umsatz wuchs der Auftragsbestand massiv. Er liegt nun bei über 2,2 Milliarden US-Dollar. Hyperschall-Tests machen inzwischen fast ein Drittel aller geplanten Starts aus.
Konkurrenz patzt
Der operative Erfolg kommt zur perfekten Zeit. Am Donnerstagabend endet die Roadshow für den SpaceX-Börsengang. Händler schichten massiv Kapital in Raumfahrt-Aktien um. Rocket Lab profitiert als direkter Branchenvertreter enorm von dieser Aufmerksamkeit.
Die verlässliche Startbilanz des Unternehmens sticht aktuell besonders hervor. Ende Mai erlitt Konkurrent Blue Origin einen herben Rückschlag. Dessen New-Glenn-Rakete versagte bei einem Triebwerkstest. Die Folge: Anbieter mit bewährter Flughistorie rücken stärker in den Fokus.
Aktie im Aufwind
Anleger reagieren prompt auf die positiven Nachrichten. Die Rocket-Lab-Aktie kletterte am Donnerstag um 5,67 Prozent auf 111,01 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht damit ein sattes Plus von 46,09 Prozent auf der Anzeigetafel.
Technisch präsentiert sich das Papier robust. Der Kurs notiert komfortabel über der 50-Tage-Linie von 99,93 US-Dollar. Ein RSI-Wert von 47,9 signalisiert eine gesunde Abkühlung. Das Papier hat seine überkauften Niveaus verlassen.
Der Blick richtet sich nun auf das Jahresende. Dann plant Rocket Lab den Erstflug seiner neuen Neutron-Rakete. Ein erfolgreicher Start würde das Unternehmen endgültig als ernsthaften Konkurrenten im Markt für mittelschwere Trägerraketen etablieren.
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