Rocket Lab wandelt sich mit hohem Tempo vom reinen Raketen-Dienstleister zum integrierten Raumfahrt-Konzern. Ein technischer Durchbruch bei einem Großauftrag der US-Regierung zementiert diese Rolle nun.
Das Unternehmen hat die Systemanforderungen für das Tracking-Layer-Programm der Space Development Agency (SDA) offiziell erfüllt. Damit steht das technische Fundament für die geplante Satelliten-Konstellation zur Raketenabwehr. Der Auftrag ist 816 Millionen Dollar schwer.
Expansion im Verteidigungssektor
Inklusive früherer Zuschläge summiert sich das Vertragsvolumen mit der SDA auf über 1,3 Milliarden Dollar. Rocket Lab fungiert dabei als Hauptauftragnehmer und verantwortet das gesamte Spektrum vom Design bis zum Betrieb der Satelliten. Die Plattform „Lightning“ dient künftig als technisches Rückgrat für die nationale Sicherheitsinfrastruktur im All.
Parallel dazu schloss der Konzern die Übernahme von Motiv Space Systems ab, die künftig als Rocket Lab Robotics firmiert. Die Spezialisten für Weltraum-Robotik bringen Expertise aus NASA-Mars-Missionen in das Unternehmen ein. Dieser Schritt soll Engpässe in der Lieferkette für komplexe Roboterarme und Antriebe beseitigen.
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Kursrücksetzer trotz Rekordzahlen
Trotz der operativen Fortschritte verlor die Aktie am Montag deutlich und notierte bei 110,00 Euro. Dies entspricht einem Tagesminus von 10,57 Prozent. Dennoch blickt das Unternehmen auf ein starkes erstes Quartal 2026 mit einem Rekordumsatz von rund 200 Millionen Dollar zurück.
Der Auftragsbestand kletterte zuletzt auf über 2,2 Milliarden Dollar. Ein Drittel dieser Summe soll bereits innerhalb der nächsten zwölf Monate umsatzwirksam werden. Marktbeobachter richten den Blick nun verstärkt auf die neue Neutron-Rakete.
Der Erstflug der Neutron ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Ein erster Großauftrag über fünf Starts für einen ungenannten Kunden ist bereits unter Dach und Fach. Zudem sicherte sich das Unternehmen jüngst einen weiteren Vertrag der Space Force über 90 Millionen Dollar für das Heimdall-Programm.
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