Rocket Lab liefert gerade auf zwei Ebenen ab. Das Unternehmen meldet einen großen Raumfahrtauftrag der US Space Force und hat gleichzeitig eine weitere Synspective-Mission erfolgreich abgeschlossen.
Für die Aktie ist das mehr als nur gutes Timing. Operativ zieht das Geschäft an, finanziell rückt aber die Frage nach der künftigen Kapitalbasis stärker in den Vordergrund. Kein Wunder, dass die Papiere mit hohem Volumen gehandelt werden.
Space Force setzt auf Rocket Lab
Die US Space Force hat Rocket Lab einen Auftrag über 90 Millionen Dollar erteilt. Das Unternehmen soll zwei Satelliten in geostationärer Umlaufbahn entwickeln und betreiben. Auf ihnen soll die Heimdall-Nutzlast für die Überwachung des Weltraumlagebilds untergebracht werden.
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Es ist der erste operative Auftrag von Rocket Lab für GEO-Satelliten dieser Klasse. Die Produktion und Integration sollen in Long Beach in Kalifornien laufen. Der Auftrag zeigt, wie stark die Nachfrage nach spezialisierter Satelliteninfrastruktur im Verteidigungsbereich wächst.
Nächster Start für Synspective
Parallel dazu hat Rocket Lab die neunte dedizierte Electron-Mission für den Kunden Synspective erfolgreich durchgeführt. Der Start mit dem Namen „Viva La StriX“ brachte einen SAR-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn in 572 Kilometern Höhe.
Für das Programm ist das ein wichtiger Beleg für Verlässlichkeit. Die StriX-Serie liegt bei Rocket Lab weiter bei einer Erfolgsquote von 100 Prozent. Hinzu kommt: Synspective hat bereits 18 weitere Starts bei dem Unternehmen gebucht.
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Wachstum trifft auf Finanzierungsfragen
Der Auftragsbestand liegt inzwischen bei mehr als 2,2 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2026 erreichte Rocket Lab zudem mit rund 200,3 Millionen Dollar einen Rekordumsatz, ein Plus von 63,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
An der Börse kommt das gut an. Die Aktie steht bei 116,60 Euro, hat seit Jahresbeginn 79,38 Prozent zugelegt und markiert heute ein neues 52-Wochen-Hoch. Zugleich bleibt die geplante Aktienplatzierung von bis zu 3 Milliarden Dollar ein Thema, das Anleger wegen möglicher Verwässerung genau im Blick behalten.
Der operative Trend ist klar positiv. Entscheidend für die nächsten Wochen wird sein, wie Rocket Lab das hohe Wachstum mit dem möglichen Kapitalbedarf ausbalanciert, während die Auftragslage in Raumfahrt und Verteidigung weiter anschiebt.
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