Rocket Lab Aktie: Drei Milliarden Dollar Verwässerung

Rocket Lab plant Aktienverkauf über drei Milliarden Dollar. Anleger reagieren mit Verkäufen, der Kurs fällt deutlich.

Rocket Lab Aktie
Kurz & knapp:
  • Drei Milliarden Dollar Kapitalerhöhung
  • Kurssturz nach Ankündigung der Platzierung
  • Auftragsbestand auf Rekordniveau gestiegen
  • Wandel zum Raumfahrt-Dienstleister vollzieht sich

Rocket Lab stemmt sich mit einem milliardenschweren Aktienprogramm gegen die eigene Erfolgskurve. Das Raumfahrtunternehmen will über ein ATM-Shelf-Programm Aktien im Wert von bis zu drei Milliarden US-Dollar an der Börse platzieren. Für Anleger bedeutet das: kräftige Verwässerung – und ein Kurssturz.

Drei Milliarden Dollar frische Aktien

Der US-Raumfahrtkonzern nutzt ein Konsortium aus BofA Securities, Goldman Sachs und Morgan Stanley zur Platzierung. Das Programm sieht zudem komplexe Forward-Verkaufsstrukturen vor, mit denen Rocket Lab künftige Emissionspreise schon heute festschreiben kann.

Das Geld soll in Wachstumsinitiativen fließen – mögliche Übernahmen inklusive. Dabei wäre der Konzern eigentlich gut versorgt: Zum Ende des ersten Quartals lag die Liquidität bei über zwei Milliarden Dollar, davon rund 1,21 Milliarden in bar. Die Kapitalerhöhung kommt dennoch – und zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

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Markt strafft die Zügel

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Nach Börsenschluss am Mittwoch brach die Aktie im nachbörslichen Handel um knapp sieben Prozent ein – auf umgerechnet 107,40 Euro. Am Donnerstag setzt sich der Abwärtstrend fort: Der Kurs fällt um 7,09 Prozent. Das ist umso bemerkenswerter, als die Aktie zuvor in zwei Wochen fast 60 Prozent zugelegt hatte.

Der Zeitpunkt ist heikel. Ausgerechnet jetzt sorgt ein anderer Name für Aufsehen im Sektor: SpaceX hat offenbar einen Börsengang angemeldet, die angestrebte Bewertung liegt bei 1,75 Billionen Dollar. Rocket Lab gilt bislang als die einzige börsennotierte Alternative für Anleger, die rein auf kommerzielle Raumfahrt setzen wollen.

Auftragsboom und neue Ausrichtung

Das operative Geschäft läuft solide. Im Mai meldete Rocket Lab einen Auftragsbestand von 2,2 Milliarden Dollar – mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Der Quartalsumsatz erreichte mit 200,3 Millionen Dollar einen neuen Rekord.

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Hinzu kommt die Übernahme von Motiv Space Systems für 60 Millionen Dollar. Das Unternehmen liefert Mars-erprobte Robotik und Antriebstechnik. Die Sparte „Space Systems“ macht inzwischen rund zwei Drittel des Konzernumsatzes aus. Rocket Lab wandelt sich vom reinen Raketenstartdienstleister zum integrierten Raumfahrtdienstleister.

Technische Marken und Ausblick

Für die Aktie rücken nun die Unterstützungszonen um 127 und 117 Euro in den Fokus. Analysten hatten ihre Kursziele nach den starken Quartalszahlen zuletzt auf 95 bis 120 Euro angehoben – und liegen damit unter dem aktuellen Niveau.

Die nächste Mission steht bereits an: „Viva La StriX“ für den japanischen Erdbeobachtungskunden Synspective soll noch im Mai von Neuseeland starten. Der Auftragsbestand umfasst inzwischen über 70 Missionen. Die Frage ist nur, wie viele Aktien bis dahin noch auf den Markt kommen.

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